Starerkrankungen

Starerkrankungen

Vom Grauen Star sind in der Schweiz weniger als 10 Prozent der unter 65-jährigen und mehr als 60 Prozent der über 85-Jährigen betroffen. Der Grüne Star tritt zwar nur bei rund 2 Prozent der Bevölkerung auf, ist jedoch weit schwieriger zu behandeln, da seine Ursachen noch weitgehend unbekannt sind.

 
Das Auge wird nach aussen von der Hornhaut begrenzt, einer transparenten und recht widerstandsfähigen Hülle. Das Licht passiert auf dem Weg ins Augeninnere die Linse und fällt auf die Netzhaut (Retina). Hier wird das Gesehene von Millionen feinster, lichtempfindlicher Nervenzellen wahrgenommen. Die Fortsätze dieser Zellen treffen sich am Sehnervenkopf, von wo sie ihre Impulse gebündelt Richtung Sehbahn im Gehirn schicken.

Die Funktion dieses komplexen Zusammenspiels aus optischen Elementen und neuralen Bahnen wird durch den Grauen wie den Grünen Star spürbar bis massiv gestört.
  • Eine Trübung des Linsengewebes im Auge wird als Grauer Star (Katarakt) bezeichnet. Die Transparenz der Linse vermindert sich, so dass das Sehvermögen allmählich nachlässt. Die Trübung kann nur einen Teil der Linse oder aber die gesamte Linse betreffen. Sie kann einäugig oder auch beidäugig auftreten, kann angeboren oder zu einem späteren Zeitpunkt erworben sein. Der Katarakt mindert die Sehschärfe und verschlechtert auch das Farbsehen.
  • Unter dem Oberbegriff Grüner Star (Glaukom) werden mehrere Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen zusammengefasst. All diesen Erkrankungen gemeinsam ist eine Schädigung der Nervenfasern, die für die Weiterleitung der Lichtwahrnehmung von der Netzhaut zum Gehirn zuständig sind.
 
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