Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen

Definition

Unter chronischen Schmerzen versteht man über drei Monate andauernde und immer wiederkehrende Schmerzzustände. 16 Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden an chronischen Schmerzen. 

Im Gegensatz zum akuten Schmerz, der dem Körper als (über-)lebenswichtiges Warn- und Schutzsignal dient, hat der chronische Schmerz seine ursprüngliche Funktion (melden, schützen, heilen) verloren und wird stattdessen zum eigenständigen Krankheitsbild: der Schmerzkrankheit.

So entsteht Schmerz: Klick auf Grafik öffnet PDF (Quelle: Spezialheft «Schmerz», Juni 2006)
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Ein akuter Schmerz kann chronisch werden, wenn er über längere Zeit ungenügend oder gar nicht behandelt wird. Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn das Schmerzgeschehen länger als drei Monate andauert.

Je länger der Schmerz andauert, desto weitreichender sind die Auswirkungen für den Patienten. Der Schmerzpatient ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch schwer beeinträchtigt. Oft erleben Schmerzpatienten seitens ihrer Mitmenschen nur geringe Akzeptanz, und nicht selten werden sie zu Unrecht als Simulanten abgestempelt.


Häufige Arten chronischer Schmerzen
  • Rheumatologische Schmerzen (z.B. Arthrose, Osteoporose oder Rückenschmerzen nach Bandscheibenvorfall)
  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerz)
  • Neuralgien (z.B. Trigeminusneuralgie) und Nervenschmerzen (u.a. Polyneuropathie, Gürtelrose, Phantomschmerz)
  • Tumorschmerzen (z.B. Knochenmetastasen)
 
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