Ein Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen Sauerstoffmangelversorgung eines bestimmten Gehirnbereichs. In den meisten Fällen liegt ein Stopp der Blutversorgung durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) zugrunde. Seltener ist eine Schädigung der Gehirnzellen durch eine Hirnblutung.
Die Sauerstoffmangelversorgung ist deshalb so schwerwiegend, weil jede Aufnahme und Bewertung von Sinneseindrücken, das Heranziehen von Erinnerungsbildern, die Planung und Ausführung von Bewegungen und sprachlichen Äusserungen auf das Funktionieren von Gehirnnervenzellen angewiesen ist. Die Gehirnzellen sind in Feldern zusammengefasst, denen eine bestimmte Funktion obliegt. Jede Zelle steht jedoch mit anderen, die dieselbe Funktion haben, und mit benachbarten Zentren in Verbindung.
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| Welche Körperfunktionen nach einem Hirnschlag beeinträchtigt werden und wie schwerwiegend die Folgen sind, hängt von der Grösse und der Lage des minderdurchbluteten Bereichs ab. |
Nachdem in den letzten Jahrzehnten ein Rückgang der Schlaganfallhäufigkeit verzeichnet werden konnte, ist dieser Trend nicht mehr zu beobachten. Im Gegenteil: Aufgrund der wachsenden Zahl älterer Menschen und der zunehmenden Bedeutung und Verbreitung der Risikofaktoren wird mittlerweile wieder eine deutliche Steigerung der Schlaganfallhäufigkeit registriert.
Angesichts der Bedeutung des Schlaganfalls für den einzelnen Menschen und die ganze Gesellschaft ist es Besorgnis erregend, dass fast zwei Drittel der Bürger kaum etwas über Risikofaktoren und Frühwarnsymptome des Schlaganfalls wissen.
Um diesen Trend aufzuhalten oder gar wieder umzukehren, ist es notwendig, Aufklärung zu betreiben. Hierzu sind Information für die Allgemeinbevölkerung ebenso wichtig wie die gezielte Ansprache besonders gefährdeter Menschen.