Schilddrüsenüberfunktion

Schilddrüsenüberfunktion

(Hyperthyreose)

Mit dem Begriff Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wird eine erhöhte Konzentration der Schilddrüsenhormone im Körper bezeichnet.

Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Drüse, die am Schildknorpel des Kehlkopfs angeheftet ist und sich mit ihm bei Schluckbewegungen auf und ab bewegt. Sie beeinflusst durch die Bildung von Schilddrüsenhormonen den Stoffwechsel vieler Gewebe und Organe im Körper.

Klein und zart wie ein Schmetterling – die Schilddrüse. Eine Prinzessin, die mit ihren Hormonen viele Körperfunktionen steuert. Aber wehe, sie wird gestört. Dann produziert sie zu viel oder zu wenig Hormone. (Quelle: Gesundheit Sprechstunde 10/2008; Klick auf Grafik lädt PDF)
Klein und zart wie ein Schmetterling Die Schilddrüse ist eine Prinzessin, die mit ihren Hormonen viele Körperfunktionen steuert. (Quelle: Gesundheit Sprechstunde 10/2008)

Die Überfunktion der Schilddrüse ist durch einen Überschuss von Schilddrüsenhormonen gekennzeichnet. Die Hyperthyreose ist eine häufige Krankheit, von der Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Hauptsächliche Ursachen sind der Morbus Basedow und die Schilddrüsenautonomie. Bei beiden Erkrankungen kann die Produktion der Hormone nicht mehr an den Bedarf des Körpers angepasst werden. Die bei gesunder Schilddrüse regulierend eingreifenden Einflüsse der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und des Zwischenhirns (Hypothalamus) auf die Schilddrüse werden ausgeschaltet.


Morbus Basedow

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine so genannte Autoimmunerkrankung: Das Abwehrsystem des Körpers greift fälschlicherweise körpereigenes Gewebe an. Im Falle des Morbus Basedow kommt es durch fehlgeleitete schilddrüsenanregende Immunglobuline (Bestandteile der körpereigenen Abwehr) zu einer unkontrollierten Überproduktion von Schilddrüsenhormonen. Diese Hormon-Überproduktion kann nicht mehr gehemmt werden.


Schilddrüsenautonomie

Autonome Herde in der Schilddrüse unterliegen nicht dem normalen Regelkreis der Hormonspiegel. Sie produzieren also Hormone ohne auf das Signal «es ist genug Hormon vorhanden - die Produktion kann heruntergefahren werden» zu achten. Schon in der gesunden Schilddrüse finden sich solche (autonome) Zellen, die sich nicht an die Spielregeln von Regelkreisen halten. Die Menge dieser Zellen ist jedoch so gering, dass sie keinen Einfluss haben. Bei einer Autonomie finden sich jedoch derart viele dieser Zellen in der Schilddrüse - meist zu Knoten zusammengelagert -, dass ihre unkontrollierte Hormonproduktion zu einer erhöhten Hormonausschüttung führt. Die vermehrte Wirkung führt dann zu den Krankheitszeichen der Schilddrüsenüberfunktion.
 
Lexikon Navigation
 
Werbungen
 
Shop-Angebote
Lesen Sie auf 60 Seiten, was die besten Experten der Schweiz zum Thema Kind zu sagen haben.
CHF 5.00
Bemerkungen zur Bestellung:
Lesen Sie auf 28 Seiten, was die besten Experten zur schleichenden Epidemie schreiben und was Sie dagegen vorkehren können.
CHF 5.00
Bemerkungen zur Bestellung: