Die linke Herzkammer schleudert das Blut in den grossen Körperkreislauf. Die entstehenden Druck- und Volumenschwankungen laufen als Welle durch die Gefässe. Sie ist mit den Fingern tastbar.
Man unterschiedet zwischen einem Venenpuls und einem arteriellen Puls; für gewöhnlich wird der arterielle Puls gemessen.
Der Puls gibt Auskunft über die
Herz- und Kreislaufsituation. Er ist überall dort tastbar, wo eine oberflächliche Arterie gegen ein festes Widerlager (Knochen oder Muskeln) gedrückt werden kann. Hauptsächlich wird der Puls am Hals (Carotis-Puls) und am Handgelenk (Radialis-Puls) gemessen. Bei der Pulsmessung werden vor allem die Frequenz (wie viele Schläge pro Minute?), der Rhyhthmus (regelmässig oder unregelmässig?) und die Qualität (schwach oder stark, kontinuierlich oder mit Aussetzern?) beurteilt.
Geeignete Taststellen für die (arterielle) Pulsmessung:
1 Oberflächliche Schläfenschlagader
2 Halsschlagader (Carotis-Puls)
3 Achselschlagader
4 Armschlagader
5 Speichenschlagader (Radialis-Puls)
6 Ellenschlagader
7 Oberschenkelschlagader
8 Kniekehlenschlagader
9 Hintere Schienbeinschlagader
10 Fussrückenschlagader
Zu Trainingszwecken kann eine Puls-Uhr gute Dienste leisten. Stehen Ihnen keine technischen Hilfsmittel zur Verfügung, nehmen Sie die Pulsmessung mit Zeige- und Mittelfinger vor: Zählen Sie einfach 15 Sekunden lang die Pulsschläge und multiplizieren Sie die Zahl mit 4.