Unter einer gutartigen Vergrösserung der Vorsteherdrüse (Prostata) versteht man das altersbedingte und gutartige Wachstum der Prostata. Dies beginnt etwa ab dem 45. Lebensjahr. Im Gegensatz zum Prostatakrebs, der vorwiegend in der äusseren Zone der Vorsteherdrüse vorkommt, entwickelt sich die gutartige Vergrösserung hauptsächlich in der inneren Zone, also in unmittelbarer Nähe zur Harnröhre. Aus diesem Grund kann es hier zu einer ringförmigen Einengung der Harnröhre und damit zu unterschiedlich ausgeprägten Problemen beim Wasserlassen kommen.
Die häufigsten Symptome sind «Startschwierigkeiten» und/oder Schmerzen beim Wasserlassen, plötzlicher starker Harndrang mit unter Umständen unfreiwilligem Abgehen von , Nachtropfen des Harns, Abschwächung des Harnstrahls bis hin zu einem völligen Harnverhalt (kein Wasserlassen mehr möglich).
Volkskrankheit Prostatahyperplasie (BPH)
Etwa die Hälfte aller Männer über 60 und nahezu alle Männer über 70 weisen eine gutartige Vergrösserung der Vorsteherdrüse auf. Aber nur bei etwa einem Fünftel löst dies derartige Beschwerden aus, dass sie sich behandeln lassen müssen.
Im medizinischen Vokabular und in der Umgangssprache sind verschiedene (zum Teil veraltete) Synonyme für die gutartige Prostatavergrösserung geläufig:
- Prostatahyperplasie (BPH)
- Prostataadenom
- Prostatahypertrophie
- Blasenhalsadenom
- Adenomkrankheit
- Altmännerkrankheit
Die Bezeichnung « Prostatahyperplasie» ergibt sich aus folgenden Wörtern:
- benignus, lateinisch für «gutartig»;
- prostates, dem griechischen Begriff für« Vorsteher»;
- den griechischen Wortteilen hyper für «über etwas hinaus» und plasia für «bilden, formen».
Hyperplasie bezeichnet also die Vergrösserung eines Gewebes oder Organs durch Erhöhung der Zellzahl.
Die Vermehrung der Zellen ist hier nicht gleichbedeutend mit Bösartigkeit.