Unter Phobie versteht man eine Furcht und die damit verbundene Vermeidung eines Objekts, einer Situation oder einer Aktivität.
Der betroffenen Person ist häufig durchaus klar, dass ihr Verhalten in keinem Verhältnis zur effektiv bestehenden aktuellen Gefahr des Objekts, der Situation oder der Aktivität besteht. Phobien gehören zu den häufigsten psychischen Störungen: Rund 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung leidet unter Ängsten, die ihr Leben in unterschiedlicher Weise beeinträchtigen.
- Soziale Phobien: Die soziale Phobie wird häufig übersehen - vermutlich deshalb, weil ihre Symptomatik vorschnell als extreme Schüchternheit abgetan beziehungsweise von körperlichen Störungen überlagert wird. Charakteristisch für Sozialphobiker ist eine massive, irrationale vor dem Kontakt zu Menschen beziehungsweise vor Situationen, in denen sie prüfend beobachtet, kritisch bewertet und negativ beurteilt werden könnten.
- Spezifische Phobien: Bienen, Schlangen, Vogelfedern. Schnee, der auf Zedern fällt; es gibt nichts, was Menschen - häufiger Frauen - nicht dauerhaft, exzessiv und unangemessen in Panik versetzen kann. Anhaltende Ängste vor einem klar definierten Objekt oder einer bestimmten Situation - spezifische Phobien genannt - sind sehr häufig. Im Vergleich zu anderen Angsterkrankungen spielen sie eine geringe Rolle, da die Betroffenen nur selten Hilfe suchen.
Während die Geschlechtsrate bei sozialen Phobien in etwa ausgeglichen ist, sind Frauen überwiegend von spezifischen Phobien betroffen.