Polyzystische Eierstöcke

Polyzystische Eierstöcke

(Polyzystische Ovarien, Polyzystisches Ovarialsyndrom, PCOS, Stein-Leventhal-Syndrom)

Von polyzystischen Ovarien spricht man, wenn mindestens ein Eierstock (Ovar) vergrössert ist, oder wenn in der Ultraschalluntersuchung mehrere abgekapselte, grössere und kleinere, perlschnurartig aufgereihte Zysten erkennbar sind. Die Zysten können einseitig oder beidseitig vorkommen.

Meistens treten polyzystische Ovarien im Zusammenhang mit einer Zyklusstörung (Oligo- oder Amenorrhoe), einem männlichen Behaarungstyp (Hirsutismus) und vermehrten männlichen Geschlechtshormonen im Blut (Hyperandrogenämie) auf. Dann spricht man auch von einem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS).




Oft leidet die Patientin zusätzlich an Übergewicht und Insulinresistenz, was das polyzystische Ovarialsyndrom mit dem Metabolischen Syndrom verbindet.

Während man früher die Ursache in den krankhaft veränderten Eierstöcken sah, betrachtet man heute eine hormonelle Störung, bei der die Androgene (männliche Hormone) der Frau krankhaft vermehrt sind, als das zentrale Problem. Die genauen Ursachen sind jedoch noch nicht geklärt.

Das Syndrom der polzystischen Ovarien tritt bei etwa fünf Prozent aller geschlechtsreifen Frauen auf und ist häufig Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches.

 
Lexikon Navigation
zum Thema
zum Thema
 
Werbungen