Unter Neuralgien versteht man sehr heftige, unerträgliche Nervenschmerzen, die im Ausbreitungsgebiet eines sensiblen Nervs liegen.
«Sensibel» meint, dass der Nerv Reize (z.B. Schmerz) über Nervenbahnen zuerst ins Rückenmark und dann zum Gehirn leitet. Dies geschieht über so genannte Rezeptoren, das sind Sinneskörperchen, die über den gesamten Körper und besonders auch in der Haut verteilt sind, und diese Reize registrieren. Im Gehirn wird der Reiz dann wahrgenommen. Im Falle von Neuralgien wird der Reiz als Schmerz empfunden.
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Obwohl theoretisch jeder Nerv im Körper von einer Neuralgie betroffen werden kann, manifestieren sich die Neuralgie-Schmerzen dennoch meist an denselben Nerven.
Zu den häufigsten Neuralgien gehören die Trigeminus-Neuralgie und die Zoster-Neuralgie. Bei der Trigeminus-Neuralgie ist der Trigeminusnerv betroffen, ein Nerv, der das Gesicht sensibel versorgt. Dabei unterscheidet man die wesentlich häufigere idiopathische von der symptomatischen Trigeminus-Neuralgie. Je nach betroffenem Nerv gibt es auch weitere seltenere Neuralgien, die sich im Gesichtsbereich manifestieren. Dazu zählen etwa die Aurikulotemporalis-Neuralgie, die Glossopharyngeus-Neuralgie und die Intermedius-Neuralgie.
Bei der Zoster-Neuralgie können sowohl die Spinalnervenwurzeln (die Nerven, die aus dem Rückenmark austreten) als auch einzelne Hirnnerven betroffen sein.