Unter einem Nävuszellnävus versteht man ein Pigmentmal (Muttermal, Leberfleck), das sich feingeweblich aus so genannten Nävuszellen zusammensetzt. Nävuszellen sind eine Fehlentwicklung der normalen bildenden Zellen. Das äussere Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt punktförmige wie auch grossflächige Nävi, die Farbgebung reicht von Hellbraun bis Schwarz.
| |  |
| | Gutartiger Nävus |
Die Haut enthält normalerweise eine grosse Zahl von bildenden Zellen. Sie haben lange Ausläufer und werden als Melanozyten bezeichnet. Wenn an einer Hautstelle die normale Entwicklung von Melanozyten gestört ist, können stattdessen rundliche pigmenthaltige Zellen - Nävuszellen - entstehen.
Nävuszellnävi können bei Betrachtung mit blossem Auge recht unterschiedlich aussehen. Es kommen sowohl im Hautniveau liegende (das heisst flache) Flecken als auch erhabene Knötchen vor. Die sichtbaren Hautveränderungen können punktförmig bis grossflächig sein.
Die Farbpalette reicht von Hautfarben über Rötlich-Hellbraun, Mittelbraun bis zu tiefem Schwarzbraun und Schwarz. Die Farbe von Nävuszellnävi ist zum Teil auch abhängig von der Hautfarbe des Betroffenen; so können sehr hellhäutige Personen unter Umständen lediglich sehr hell pigmentierte Nävuszellnävi aufweisen.
| |  |
| | Patient mit zahlreichen dysplastischen Nävuszellnävi auf dem Rücken |
Dysplastische Nävuszellnävi
erhöhen das Hautkrebsrisiko
Der Schwarzer Hautkrebs (
Melanom) entsteht in etwa 60 Prozent der Fälle aus einem Nävuszellnävus. Ein Nävuszellnävus mit erhöhter Entartungsgefahr wird
dysplastischer Nävuszellnävus genannt. Dysplastisch kommt aus dem Griechischen und bedeutet «fehlgeformt».
Die körperliche Untersuchung des Patienten durch den Hautarzt und die mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe können dabei helfen, einen solchen dysplastischen Nävuszellnävus von einem Nävuszellnävus ohne erhöhte Entartungsgefahr zu unterscheiden.