Metrorrhagie

Metrorrhagie

(Dauerblutung ausserhalb des Menstruationszyklus)

Länger als sieben Tage dauernde Uterusblutungen, die zeitlich ungeregelt und ohne erkennbaren Zusammenhang mit dem Zyklus stehen, nennt man Metrorrhagien.

Solche Zwischenblutungen ohne ersichtlichen Grund können natürlich beängstigend sein. Störungen des regelmässigen Menstruationszyklus treten jedoch im Leben fast aller Frauen irgendwann auf. Das gelegentliche Auftreten von Blutungsstörungen kann - nach Ausschluss organischer Ursachen und falls keine gravierende klinische Symptomatik oder subjektiver Leidensdruck vorliegen - als vorübergehende hormonelle Unausgeglichenheit beurteilt werden.

Immer wieder auftretende oder dauernde Blutungsstörungen mit entsprechender Symptomatik müssen jedoch exakt abgeklärt und individuell behandelt werden.

Normaler Monatszyklus einer Frau
Normaler Monatszyklus einer Frau: Bis etwa zum 13. Tag steigt der Östrogen-Spiegel (blaue Kurve) an. Gleichzeitig baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf (unten in der Grafik) und die Eizelle reift. Am 14. Tag erfolgt der Eisprung und das Östrogen sinkt ab. Im Eierstock bleibt der Gelbkörper zurück, der für die Produktion des Hormons Progesteron verantwortlich ist. Kommt es zu keiner Befruchtung der Eizelle, brennt der Gelbkörper aus und vernarbt. Dadurch sinkt der Progesteron-Spiegel ebenfalls und die Schleimhaut wird ausgestossen. Die Menstruation beginnt.
 
Lexikon Navigation
zum Thema
zum Thema
 
Werbungen