Der Begriff «Anorexia» stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «Appetitlosigkeit» - was ziemlich irreführend ist, da die Ursache der Magersucht nicht in mangelndem Appetit liegt. Magersüchtige verspüren im Gegenteil meist einen sehr grossen Appetit, verleugnen ihn jedoch.
Selbstbild und Körperempfinden sind derart gestört, dass der Gewichtsverlust zum bestimmenden Inhalt des Denkens und Handelns wird. Die Betroffenen empfinden sich stets als «zu dick», selbst wenn sie offensichtlich erheblich untergewichtig sind. Häufig geht Magersucht einher mit ausgeprägtem Leistungsdenken in allen Lebensbereichen.
Essstörungen sind ernst zu nehmende Krankheiten, die vor allem bei längerem Krankheitsverlauf beträchtliche Risiken beinhalten. Die Magersucht kann vorübergehend und mild ausfallen, sie kann aber auch zu einem chronischen Zustand werden, der lebensbedrohliche körperliche Schädigungen zur Folge hat.
Vor allem Mädchen und junge Frauen
Von der Magersucht betroffen sind vor allem Mädchen nach der Pubertät und junge Frauen. Immer öfter wird die Essstörung auch bei Jungen und jungen Männern festgestellt, sie machen jedoch weniger als 5 Prozent der Betroffenen aus.
Derzeit sind ca. 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung von Magersucht betroffen, Tendenz in den industrialisierten Staaten der 1. Welt stark steigend. Zudem muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.
Durch eine frühzeitige und gezielte Behandlung der Magersucht finden etwa 30 Prozent der Patienten wieder zum , bei 25 Prozent wird die Erkrankung .
10-15 Prozent sterben an den Folgen der Magersucht.