Magengeschwür

Magengeschwür

(Ulcus ventriculi)

Ein Magengeschwür ist eine örtlich begrenzte Schädigung der Magenschleimhaut, die zu einer chronischen Entzündung der dahinter liegenden Organwand führt. Solange sich keine Komplikationen (Blutungen und Perforationen) einstellen, stellt das Magengeschwür keine lebensbedrohliche Situation dar.

 
 
Ein Magengeschwür resultiert stets aus einem Missverhältnis zwischen den Faktoren, die die Magenschleimhaut schützen und jenen, die sie angreifen.

Die genaue Ursache und Entwicklung des Ulcus vertriculi ist noch nicht geklärt. Als häufigster Verursacher gilt jedoch eine durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufene Magenschleimhautentzündung, mit deutlichem Abstand gefolgt von länger andauernder Einnahme bestimmter Medikamente, körperlichem Stress oder anderen Erkrankungen.


Häufig unbemerkt

Magengeschwüre machen sich mit vielfältigen, nicht typischen Beschwerden bemerkbar - oder überhaupt nicht. Eine zuverlässige Diagnose ist nur über eine Magenspiegelung (Gastroskopie) möglich.

Die Therapie erfolgt medikamentös und führt in rund 90 Prozent aller Fälle zur Heilung. Zu operativen Therapiemöglichkeiten wird heutzutage nur noch gegriffen, falls nach drei Monaten intensiver medikamentöser Behandlung keine Heilung erreicht wurde oder Komplikationen wie Blutungen und Perforationen dies erforderlich machen.


 
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