Von einer pulmonalen Hypertonie ist grundsätzlich die Rede, wenn der mittlere in den Lungenarterien folgende Druckwerte überschreitet: 20 mmHg in Ruhe oder 30 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) unter Belastung.
Lungenhochdruck beginnt langsam, oft schleichend, und macht sich zunächst mit ungewöhnlich schnell einsetzender Atemnot bemerkbar. Kommen Symptome wie frühzeitige Erschöpfung bei Belastung, Herzklopfen, Brustenge und Ohnmachtsanfälle hinzu, ist der Gang zum Arzt angebracht, da Lungenhochdruck auf Dauer Lunge und
Herz schädigt.
Abhängig von der Ursache des Lungenhochdrucks wird der präkapilläre vom postkapillären Lungenhochdruck unterschieden:
- Präkapillär bedeutet, dass der Lungenhochdruck durch Krankheiten im Respirationstrakt (Lunge) verursacht ist. Der Widerstand in den Lungenarterien wird durch diese Erkrankung erhöht und der steigt. Bleibt dieser erhöhte im Lungenkreislauf über längere Zeit bestehen, kann daraus die rechte Herzkammer übermässig belastet werden (Rückstau), bis hin zur Herzschwäche. In diesem Fall spricht man auch von einem Cor pulmonale.
- Postkapillär meint, dass die Zunahme des Lungendruckes eine Folge von Erkrankungen der linken Herzkammer ist. Von dort aus wird das Blut in die Lunge zurückgestaut, was dort zu einem Druckanstieg führt.