Eine Arthrose beginnt mit einer Fehlernährung des Knorpels. Diese wiederum beruht auf einer übermässigen Belastung (Fehlstellung, vermehrte Inanspruchnahme des Gelenks etc.). Der Knorpel verliert seine Elastizität und wird dünner und damit weniger belastbar. Teilweise werden kleinste Anteile abgesplittert, die zum Teil in die Gelenkflüssigkeit gelangen.
- Eine aktivierte Arthrose liegt vor, wenn an der Gelenkkapsel-Membran (Synovia) eine schmerzhaften Entzündungsreaktion beginnt, die sich neben Schmerzen in Schwellung, Überwärmung, Rötung und eingeschränkter Gelenkfunktion äussert.
- Von einer ruhenden Arthrose wird gesprochen, wenn zwar der Gelenkknorpel abgebaut ist, aber keine Entzündungszeichen vorliegen.
Reparatur verursacht höhere Reibung
Wurde Gelenkknorpel abgerieben, so wird der entstandene Defekt vom zwar wieder repariert, jedoch nicht mehr mit dem ursprünglichen hyalinen Knorpel, sondern mit einem derberen Faserknorpel.
Da sich die Gleiteigenschaften des Gelenks bei rauerer Oberfläche verschlechtern, kann sich auch der Verschleiss deutlich beschleunigen.
Als Ausgleich für die vermehrte Beanspruchung lagert der unter dem Knorpel liegende Knochen vermehrt
Mineralstoffe ein (Sklerosierung) und seitlich bilden sich Randwulste (Osteophyten). Dadurch wird die optimale Gelenkbeweglichkeit weiter eingeschränkt.