Als Harninkontinenz wird der unfreiwillige Verlust von bezeichnet. Für die Definition ist das Ausmass des Urinverlustes zunächst unerheblich. Basierend auf Art, Ausmass und Entstehung der Harninkontinenz werden unterschiedliche Klassifikationssysteme verwendet. Die grundlegende Differenzierung erfolgt nach den Symptomen in Belastungs-, Drang-, Reflex- und Überlaufinkontinenz.
Bei der Belastungs-, Drang-, Reflex- und Überlaufinkontinenz erfolgt der Urinverlust über die Harnröhre, die Urethra. Deshalb bezeichnet man diese Formen auch als Urethrale Harninkontinenz in Abgrenzung zu der vergleichsweise selten auftretenden Extraurethralen Harninkontinenz. Letztere tritt angeboren als Harnleiterfehlmündung neben dem Schliessmuskel oder auch erworben, zum Beispiel infolge einer Fistelbildung zwischen Harnblase und Scheide auf. Hier erfolgt der Urinverlust nicht über die Harnröhre sondern über die Scheide.
Dossier Blasenschwäche