Eine Arthrose ist eine Gelenkveränderung aufgrund von Verschleiss und Alterung (). Bei der Hüftarthrose betrifft sie das Hüftgelenk.
Die Hüftarthrose ist das häufigste Hüftleiden. Die Wahrscheinlichkeit an einer
Arthrose zu erkranken steigt mit dem Alter. Aber auch jüngere Menschen sind betroffen. Sie ist nach den Herzkrankheiten eine der häufigsten Ursachen von Arbeitsunfähigkeit und verursacht jährlich grosse Gesundheitskosten. Die Hüftarthrose ist somit nicht nur für den Patienten eine grosse Belastung, sondern auch für das Gesundheitssystem.
Vielfältige Ursachen
Eine Arthrose beginnt mit einer Fehlernährung des Knorpels. Dazu kommt es durch übermässige Belastung (Fehlstellung, vermehrte Inanspruchnahme des Gelenks). Der Knorpel verliert seine Elastizität, es kommt zu Rissbildungen und die Knorpelschicht wird dünner, damit weniger belastbar.
Teilweise werden kleinste Anteile abgesplittert, die wiederum in die Gelenksflüssigkeit (Synovia) gelangen. An der Gelenkkapselmembran (Membrana synovialis) beginnt eine schmerzhafte Entzündungsreaktion, die sich neben Schmerzen in Schwellung, Überwärmung, Rötung und eingeschränkter Gelenksfunktion äussert. In diesem Fall spricht man von
aktivierter Arthrose. Von einer
ruhenden Arthrose spricht man, wenn zwar der Gelenkknorpel abgebaut ist, aber keine Entzündungszeichen vorliegen.
Der Arthroseprozesses wirkt sich im Laufe der Zeit auf alle am Aufbau des Gelenks beteiligten Strukturen sowie den Kapsel-, Band- und Muskelapparat aus. Letztlich führt dies nicht nur zum Versagen einzelner Bestandteile, sondern der ganzen funktionellen Einheit «Gelenk».
Jahre- oder jahrzehntelanger Prozess
Wurde Gelenkknorpel abgerieben, wird der entstandene Defekt vom zwar wieder repariert, jedoch nicht mehr mit dem ursprünglichen hyalinen Knorpel, sondern mit einem derberen Faserknorpel.
Da sich die Gleiteigenschaften des Gelenks bei rauerer Oberfläche verschlechtern, kann sich auch der Verschleiss deutlich beschleunigen. Als Ausgleich für die vermehrte Beanspruchung lagert der unter dem Knorpel liegende Knochen vermehrt
Mineralstoffe ein (Sklerosierung), seitlich bilden sich Randwulste (Osteophyten) und es können Hohlräume (Zysten) im Knochen entstehen. Dadurch wird die optimale Gelenkbeweglichkeit weiter eingeschränkt.
Die Krankheit kann über Jahre und Jahrzehnte langsam fortschreiten. Nach ungewohnter Belastung oder kleinen Verletzungen kann sich der Schmerz verstärken. Eine spontane Heilung der Hüftarthrose ist nicht möglich. Ausnahmsweise kommt es im fortgeschrittenen Stadium zur völligen Versteifung des Hüftgelenks. Eine solche Hüfte bereitet keine Schmerzen mehr.