Schmerzen im Harntrakt

Schmerzen im Harntrakt

(Harntrakt-Schmerzen)

Schmerzen haben Signalcharakter: Dem eigenen Körper droht ein Schaden! Schmerzen können durch äussere und innere Reize verursacht werden. Sie können plötzlich auftreten (akute Schmerzen) oder dauernd (chronisch) vorhanden sein.

Schmerz ist eine elementare unangenehme Empfindung des Menschen, ausgelöst durch äussere oder innere Reize. Zu den äusseren Reizen gehört zum Beispiel die Verletzung, zu den inneren Reizen gehören beispielsweise chronisch fortdauernde Funktionsstörungen. Die Verletzung führt zur Freisetzung von Botenstoffen, die über einen Informationskreis im Nervensystem zur Schmerzempfindung führt.

Ähnlich verhält es sich bei chronischen Funktionsstörungen: Durch Fehl- oder Überbelastung kommt es z.B. im Muskel zur Ausschüttung von chemischen Überträgersubstanzen, die zu Veränderungen im Muskelgewebe führen und als Schmerz wahrgenommen werden.


Das menschliche Harnsystem bei Frau und Mann.
Das menschliche Harnsystem bei Frau und Mann.


Akute Schmerzen

Während der plötzlich auftretende (akute) Schmerz am Finger, hervorgerufen zum Beispiel durch das Berühren eines heissen Tellers, im Wesentlichen eine informative Funktion hat, haben akute Schmerzen, bedingt durch Organerkrankungen oder –funktionsstörungen einen Warncharakter und fordern eine weitere ärztliche Untersuchung. Die Aufforderung zur Untersuchung und Behandlung kommt einem Selbstschutz des Organismus - Schlimmeres zu vermeiden - gleich.

Das Empfinden von Schmerzen signalisiert dem Körper: es droht Schaden!

Der akute Schmerz ist keine Erkrankung, sondern ein Krankheitszeichen - ein Symptom. Dieser kann durch eine Verletzung, eine Entzündung oder durch einen wandernden oder blockierenden Harnstein bedingt sein.


Chronische Schmerzen

Der dauernd vorhandene (chronische) Schmerz im Gebiet des Harntrakts wird nach seiner Ursache in zwei Hauptgruppen unterschieden:
  • Durch eine fortgeschrittene bösartige Erkrankung (Tumorleiden) bedingter Schmerz
  • Durch eine chronische Funktionsstörung oder eine schwelende Entzündung hervorgerufener Schmerz
Während beim Tumorleiden der Schmerz auch ein Symptom darstellt, welches einer direkten, ausreichenden schmerzstillenden Behandlung bedarf, hat der chronische, nicht tumorbedingte Schmerz oft selbst Krankheitswert erlangt (d.h. der Schmerz ist die Krankheit und andere Ursachen werden nicht gefunden) und bedarf somit einer ganzheitlichen Herangehensweise und Therapie.
 
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