Grauer Star im Alter

Grauer Star im Alter

(Katarakt im Alter)

Etwa jeder zehnte Mensch in der Schweiz erkrankt an einem Katarakt, wie der Graue Star im Fachjargon heisst. Der Katarakt ist eine Trübung der im gesunden Auge durchsichtigen Augenlinse, für die verschiedene Ursachen in Frage kommen. Diese Trübung der Augenlinse tritt häufig nach dem sechzigsten Lebensjahr auf. Betroffene klagen über Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen, verspüren aber keine Schmerzen. Unbehandelt führt der Graue Star zu völliger Erblindung.

  Getrübte Linse: Die ungeordnete Streuung des Lichts lässt auf der Netzhaut ein unscharfes Bild entstehen.
 
Getrübte Linse Die ungeordnete Streuung des Lichts lässt auf der Netzhaut ein unscharfes Bild entstehen.

Der Begriff Grauer Star (Katarakt) steht für eine Trübung der Augenlinse. Das Bild verliert immer mehr an Schärfe. Am Ende steht die vollständige Erblindung. Die Erkrankung ist nicht ansteckend.


Veränderte Zusammensetzung der Linsensubstanz

Das Wort Katarakt kommt vom griechischen «katarrhaktes» (herabstürzen / Wasserfall), weil man früher glaubte, dass die graue Farbe in der Pupille eine geronnene Flüssigkeit sei respektive ein kleines Häutchen, das vor der Linse herunterfalle. Beim Grauen Star verändert sich jedoch die Zusammensetzung der natürlichen Linsensubstanz im Laufe der Zeit. Es kommt zu einer vermehrten Unregelmässigkeit der Linsenphasen. War die Linse vorher durchsichtig und flexibel und ermöglichte so das klare Sehen, wird sie jetzt immer trüber und starrer. Das Wort «Star» kommt denn auch vom starren Blick bei vollständiger Erblindung.

Die Trübung kann entweder nur einen Teil der Linse oder aber die gesamte Linse betreffen. Sie kann einäugig oder auch beidäugig auftreten, kann angeboren oder zu einem späteren Zeitpunkt erworben sein. Mitunter kann über den Ort der Trübung auf eine Ursache geschlossen werden.


Routineeingriff hilft jährlich Tausenden

Bis auf wenige Ausnahmen bildet sich ein Katarakt nicht von allein zurück (er ist also irreversibel) und kann bei entsprechender Ausprägung nur durch eine Operation beseitigt werden. Dabei ersetzt der Augenarzt die getrübte Linse durch eine künstliche. Mit geschätzten 40’000 Eingriffen pro Jahr ist dies die häufigste Operation in der Schweizer Medizin – mit sehr wenigen Komplikationen. Bei Kindern wird das noch nicht ausgereifte Sehorgan ohne Operation am Sehen gehindert und die für gutes Sehen notwendige Reifung und Bahnung im Gehirn kann nicht stattfinden. Schlimmstenfalls kommt es zur Erblindung.
 
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