Grüner Star

Grüner Star

(Glaukom)

Unter dem Oberbegriff Glaukom (grüner Star, glaukos = blaugrün) werden mehrere Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen zusammengefasst. All diesen Erkrankungen gemeinsam ist eine Schädigung der Nervenfasern, die für die Weiterleitung der Lichtwahrnehmung von der Netzhaut zum Gehirn zuständig sind.

  Grüner Star macht sich mit fortschreitend eingeschränkter Sicht bemerkbar.
 
Vorher - nachher: Grüner Star macht sich mit fortschreitend eingeschränkter Sicht bemerkbar.
Diese Schädigung geht häufig, aber nicht immer, mit einem erhöhten Augendruck und dadurch bedingten Durchblutungsstörungen des Sehnervenkopfes (Papille) im Zentrum der Netzhaut einher. Charakteristisch sind Ausfälle im Randbereich des Gesichtsfelds. Die Einschränkung des Gesichtsfelds verläuft im Normalfall allmählich und völlig schmerzfrei. Häufig nehmen die Betroffenen deshalb die schleichende Einschränkung gar nicht wahr.


Vieldeutiger Begriff

Der Begriff Glaukom selbst ist nicht ganz leicht zu übersetzen, denn er hat zwei Bedeutungen: zum einen vom griechischen «glaukos» kommend «blaugrün», zum anderen von «glaukopis» abgeleitet «eulenäugig». Man könnte Glaukom also auch mit «eulenaugenfarben» übersetzen.

Möglicherweise kommt die Bezeichnung davon, dass sich der Augeninnenraum durch Abbauprodukte des Blutfarbstoffs grün verfärbt, nachdem Blut aus den geschädigten Gefässen ins Augeninnere dringt.

Glaukome stellen die weltweit dritthäufigste Ursache für eine Erblindung dar. Das Wort «Star» ist denn auch wie beim Grauen Star auf den starren Blick bei vollständiger Erblindung zurückzuführen.


Ähnliche Erkrankungen

Die häufigste Ursache für ein chronisches Druckgefühl auf den Augen ist nicht das Glaukom, sondern das so genannte »Trockene Auge».
  • Sehnerv-Atrophie Eine Sehnerv-Atrophie (Rückbildung des Sehnervs) kann auch bei anderen Erkrankungen vorkommen. Deshalb muss der Augenarzt feststellen, ob der Sehnervenschaden tatsächlich Folge eines Glaukoms ist. Solche Sehnerv-Atrophien gibt es beispielsweise nach Entzündungen, Verletzungen, Tumoren oder als Erbkrankheit.
     
  • Trockenes Auge Die häufigste Ursache für ein chronisches Druckgefühl auf den Augen ist nicht das Glaukom (das ja meist keine Beschwerden verursacht!), sondern ein so genanntes Trockenes Auge. Dabei wird nicht genügend Tränenflüssigkeit gebildet. Weil die Tränen für die Pflege der Augenoberfläche wichtig sind, können beim trockenen Auge Fremdkörpergefühl, «Augendruck» oder ein Gefühl «wie Sand in den Augen» entstehen. Hier kann die fehlende Tränenflüssigkeit durch Tropfen ersetzt werden.
     
  • Druckerhöhung im Auge ohne Glaukom Als okuläre Hypertension (Augendruckerhöhung) bezeichnet man den Zustand, dass jemand zwar einen erhöhten Augendruck hat, aber nicht an einem Glaukom erkrankt. Trotz hohem Augendruck kommt es nicht zu einem Nervenfaserschaden. Solche Menschen sind gewissermassen das Gegenteil von Patienten mit einem Normaldruckglaukom.
 
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