Während eines Essanfalls werden in der Art von
Binge Eaters grosse Mengen an Nahrungsmitteln verzehrt. Die Betroffenen erleben bei solchen Anfällen einen eigentlichen : Sie haben das Gefühl, mit dem Essen nicht mehr aufhören zu können respektive die verspiesenen Mengen nicht im Griff zu haben.
Durch den Essanfall wird dem Körper massiv mehr Energie zugeführt, als er benötigt. Um die absehbare Gewichtszunahme zu verhindern, zwingen sich die Patientinnen danach selber zum Erbrechen. Verhindern lässt sich die Gewichtszunahme auch durch strikte Diäten oder übermässig viel Sport.
Die Bulimie ist also definiert als ein krankhaft gesteigertes Essbedürfnis, wobei das Hungergefühl oftmals fehlt. Häufig kommt es zu Anfällen von Essattacken, meist wird nachfolgend Erbrechen künstlich provoziert.
Typische Frauenkrankheit
Bulimie betrifft hauptsächlich junge Frauen aus der Mittel- oder Oberschicht, überwiegend in westlichen Ländern. Sie kommt etwa doppelt so häufig vor wie Magersucht. Bulimie ist in den letzten Jahren viel häufiger geworden.
Am meisten betroffen sind vor allem Frauen in der Altersgruppe von 20 bis 35 Jahren. Hier liegt das Risiko für den Ausbruch der Krankheit bei etwa 2 bis 3 Prozent. Bulimie ist eine typische Frauenkrankheit, sind doch über 90 Prozent aller Erkrankungen beim weiblichen Geschlecht vorzufinden. Oftmals haben Bulimie-Patientinnen schon einmal an einer Anorexie gelitten.
Die Bulimie ist eine ernstzunehmende Krankheit und muss unbedingt fachlich kompetent behandelt werden. Die Krankheit ist für die Umgebung oftmals schwierig zu erkennen und der Umgang mit Erkrankten braucht sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen.