Eisenmangel

Eisenmangel

(Eisenmangelanämie, Eisenmangelsyndrom, Iron Deficiency Syndrome IDS)

Wenn von Eisenmangel gesprochen wird, ist gewöhnlich die Eisenmangelanämie gemeint, bei der ein zu geringes Eisenangebot für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin vorliegt. Blutarmut ist die Folge.

Erschöpfungszustände, depressive Verstimmung, Nacken- und Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Schwindel, Konzentrationsstörungen und Haarausfall: Am so genannten Eisenmangelsyndrom (Eisenmangel ohne Anämie) leiden vorwiegend Frauen im Menstruationsalter, aber auch alte Menschen, Kinder und Jugendliche erkranken daran. In der Schweiz sind rund eine Million Menschen betroffen - weltweit ca. 1,5 Milliarden. Und oft machen sich die diversen Symptome schon bemerkbar, bevor definitionsgemäss eine Blutarmut (Anämie) vorliegt.


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Wo speichern wir Eisen und wie lässt es sich zusätzlich zuführen? (Klick für grosse Ansicht)

Eisen muss von aussen kommen

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der menschliche Körper nicht selber produziert, sondern ihm mit der Nahrung zugeführt werden muss.

Sehr viele Vorgänge im Körper sind direkt oder indirekt von Eisen abhängig: 60 bis 70 Prozent sind gebunden an Hämoglobin und helfen diesem roten Blutfarbstoff, sämtliche Körperzellen mit Sauerstoff zu versorgen. Etwa 4 Prozent befinden sich im Myoglobin, dem Sauerstoff-Trägerprotein in den Muskeln. Weniger als 0,1 Prozent des Eisens bindet sich in den Mitochondrien, den Energiefabriken jeder Zelle. Eisen ist auch an der Bildung zahlreicher Hormone und Enzyme beteiligt. Etwa 30 Prozent sind als Speichereisen in die Leber und die Milz eingelagert.


Wie kommt es zum Eisenverlust?

Eine Frau verliert ab der ersten Menstruation alle 28 Tage während vier bis fünf Tagen Blut und damit auch viel Eisen. Zusammengezählt blutet sie bis zur Menopause insgesamt fünf Jahre lang. Kein Wunder leiden viele Frauen an Eisenmangel. Bei Kindern, Jugendlichen und alten Menschen ist weniger klar, warum ihnen Eisen fehlt. Experten gehen davon aus, dass diese Patienten das Eisen nicht genug aus der Nahrung aufnehmen können.


Wissenswertes über rote Blutkörperchen
  • In jedem Mikroliter Blut sind rund fünf Millionen rote Blutkörperchen enthalten. Das entspricht einer Gesamtmenge von 25'000 Milliarden roter Blutkörperchen.
     
  • Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport verantwortlich. Dafür tragen sie den Blutfarbstoff Hämoglobin in sich, an den der Sauerstoff gebunden wird.
     
  • Auf ihrem Wege durch den Körper legen sie täglich fast vier Kilometer zurück.
     
  • Ihre durchschnittliche Lebensdauer beträgt 120 Tage. Im Knochenmark werden ständig Blutkörperchen nachgebildet. Pro Minute entstehen auf diese Weise etwa 150 Millionen neue rote Blutkörperchen.
 
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