Durchfall

(Diarrhoe)

Unter Durchfall versteht man einen gehäuften flüssigen Stuhlgang (mehr als drei ungeformte Stuhlentleerungen pro Tag) sowie eine erhöhte Stuhlmenge (mehr als 400 Gramm pro Tag). Je nach Wassergehalt ist der Stuhl weich, breiig oder flüssig. Durchfall ist Ausdruck einer gereizten oder entzündlich veränderten Darmschleimhaut.

Nicht jeder dünnen Stuhl ist ein Durchfall: Im medizinischen Sinne spricht man erst dann von Diarrhoe, wenn jemand mehr als dreimal am Tag nicht geformte bis wässrige Stühle hat. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen akutem Duchfall (Tage bis drei Wochen) und chronischem Durchfall (länger als drei Wochen).

Die Selbsteinschätzung des eigenen Stuhlganges ist häufig nicht einfach und weicht oft von der ärztlichen Sicht weise ab. So beschreiben Patienten «kleine Stühle» manchmal als ungeformt, obwohl sie geformt sind. Sie könnten mit der Bezeichnung Durchfall aber auch Stuhlinkontinenz meinen, weil es ihnen peinlich ist, von ihrem Hauptproblem zu sprechen.


Der Körper verliert Flüssigkeit und Elektrolyten

Durchfall kann vielfältige Ursachen haben: Verdauungsstörungen, Bakterien, Mikroorganismen, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, psychische Faktoren wie Stress oder Angst etc.

Je nach Schweregrad und allgemeinem körperlichem Zustand der betroffenen Person kann Durchfall zu einem ernsthaften Problem werden: Besonders älteren oder geschwächten Personen oder auch ganz jungen Kindern kann der Flüssigkeits- und Elektrolytenverlust schwer zusetzen. Je nach dem müssen nicht nur Flüssigkeit und Nährsalze, sondern auch Medikamente zugeführt werden.
 
Lexikon Navigation
zum Thema
zum Thema
 
Werbungen