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| | Dickdarmpolyp im Querschnitt Polypen, die kleiner als erbsengross sind, weisen generell ein sehr geringes Entartungsrisiko auf. |
Grundsätzlich versteht man unter einem Dickdarmpolyp eine gutartige Schleimhautvorwölbung in den Hohlraum des Darmes. Bei mehr als 30 Prozent der Menschen mittleren und höheren Alters finden sich Dickdarmpolypen, meistens ohne dass Beschwerden verspürt werden. Das erklärt, weshalb sie häufig nur zufällig oder gar nie entdeckt werden.
Die Polypen können unterschiedliche Formen und Grössen haben und sich in ihrem Herkunftsgewebe unterscheiden. Neben gestielten und zottigen Formen existieren auch Polypen, die der Schleimhaut flach aufliegen. Letztere besitzen ein grösseres Risiko, zu einem bösartigen Tumor zu werden.
Unterschiedliches Entartungsrisiko
Bis zu 80 Prozent aller Dickdarmpolypen entwickeln sich aus der oberflächlichsten Darmschicht, dem Schleimhautepithel, und werden auch als Adenome bezeichnet. Adenome sind Präkanzerosen, das bedeutet, dass sie sich zu einem bösartigen Krebs (Darmkrebs) entwickeln können. Dickdarmkrebs entsteht wahrscheinlich in bis zu 90 Prozent aller Fälle aus zunächst gutartigen Adenomen. Der Prozess der Entartung wird auch Adenom-Karzinom-Sequenz genannt.
Daneben gibt es noch entzündliche Polypen, sogenannte Pseudopolypen. Sie entstehen aus entzündlichem Gewebe und kommen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vor, z.B. der Morbus Crohn.
Dickdarmpolypen können einzeln oder in grösserer Zahl auftreten, dann spricht man auch von einer Polyposis. Bei einem vererbbaren Krankheitsbild, der familiären adenomatösen Polyposis (FAP) können Tausende von Polypen im gesamten Verdauungstrakt (besonders im Dickdarm) vorkommen. Bei diesen Menschen entwickelt sich ohne Behandlung fast ausnahmslos ein Dickdarmkrebs.