Unter einem Darmverschluss (Ileus) versteht man in der Medizin die Unterbrechung der natürlichen Passage des Nahrungsbreis im Darm als Teil des menschlichen Verdauungstraktes.
Zum Verdauungstrakt gehören:
- Mund mit Zähnen und Speicheldrüsen
- Speiseröhre
- Magen
- Zwölffingerdarm
- Dünndarm
- Dickdarm
- Darmausgang (After oder Anus)
Es werden zwei Formen des Darmverschlusses unterschieden:
- Mechanischer Darmverschluss (mechanischer Ileus)
- Darmlähmung (paralytischer Ileus)
Mechanischer Darmverschluss (mechanischer Ileus)
Ein mechanischer Darmverschluss tritt entweder im Dünndarm (hoher Darmverschluss, zwei Drittel der Fälle) oder im Dickdarm (tief sitzender Darmverschluss, ein Drittel der Fälle) auf. Hierbei handelt es sich um die Einengung oder Verlegung der Darmlichtung durch ein mechanisches Hindernis (zum Beispiel eine Geschwulst oder eingedickten Kot bei ausgeprägter Verstopfung).
Darmlähmung (paralytischer Ileus)
Die Darmlähmung (paralytischer Ileus) betrifft in der Regel beide Darmabschnitte gleichzeitig. Es liegt primär kein mechanisches Hindernis vor, sondern der Darm hat seine natürlichen Transportbewegungen aufgrund einer Erkrankung eingestellt.
Unvollständiger Darmverschluss
Die unvollständige Ausprägung eines Darmverschlusses bezeichnet man in der Medizin als Subileus. Es besteht eine röntgenologisch nachweisbare Störung der Darmbewegung (Spiegelbildungen), aber kein Passagestop im Darm.