| 1. | Gratifikationskrisen vermeiden | Zwischen Anstrengung und Belohnung muss ein Gleichgewicht bestehen. Mitarbeiter geben ihrem Unternehmen Wissen, Zeit, Identifikation, Leistung, Engagement, Persönlichkeit. Sie erhalten vom Unternehmen Lohngerechtigkeit, Arbeitsplatzsicherheit, Weiterbildungs-, Karriere- und Einflussmöglichkeiten. Ist die Verausgabung gross und die Belohnung klein, droht eine so genannte Gratifikationskrise, welche die Gesundheit gefährdet. Studien zeigen: Gratifikationskrisen erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das Zwei- bis Vierfache. |
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| 2. | Interessante Aufgaben übertragen | Mitarbeiter sollten die Möglichkeit bekommen, nicht nur einzelne Teile, sondern ganze Produkte herzustellen und Dienstleistungen von A bis Z zu erbringen. Studien zeigen: Wer vollständige Aufgaben bekommt, beklagt sich seltener über - und Skeletterkrankungen. |
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| 3. | Das Recht auf Freizeit respektieren | Ohne Stress in die Ferien fahren! An einem Arbeitstag pro Woche um 16 Uhr nach Hause gehen! Am Wochenende keine geschäftlichen Telefonate führen! Das bedeutet: Das Unternehmen akzeptiert, dass jeder Mitarbeiter ein Recht auf Freizeit hat. Am besten leben die Vorgesetzten die so genannte Work-Life-Balance selber vor. |
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| 4. | Regulationshindernisse abbauen | Bürokratie macht krank! Formulare für den Bezug eines Bleistifts, neue Software, die den Computer abstürzen lässt, lange Wartezeiten für einfache Anliegen: Dies nennen die Arbeitsmediziner Regulationshindernisse – Arbeitsbedingungen, welche die Mitarbeiter behindern und ihnen unnötigen zusätzlichen Aufwand abfordern. |
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| 5. | Faire Anforderungen stellen | Wer veraltete, unverkäufliche Ware an den Mann bringen und erst noch einen hohen Gewinn erzielen soll oder ständig innert kürzester Frist eine enorme Arbeitsleistung erbringen muss, arbeitet in einem Unternehmen, das widersprüchliche Anforderungen stellt. Solche sind stark stressauslösend. |
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| 6. | Soziale Unterstützung bieten | Mitarbeiter brauchen soziale Unterstützung – Wertschätzung, Verständnis, Mitgefühl. Und für die Lösung von Problemen bei der Arbeit sind direkte Hilfe, Ratschläge und Informationen nötig. Soziale Einbettung in ein Unternehmen bedeutet auch: keine Berührungsängste zwischen Vorgesetzten und Angestellten. Studien zeigen: Mitarbeiter, die soziale Unterstützung erhalten, fühlen sich besser und haben weniger physische und psychische Krankheiten. |
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| 7. | Weiterbildung macht stark | Weiterbildung verbessert die Chancen der Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt und verkleinert die vor Jobverlust. Weiterbildung in Sachen Burnout sensibilisiert Mitarbeiter und Unternehmensführung auch auf die Warnzeichen und Gefahren. |
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| 8. | Mitreden schafft Zufriedenheit | Partizipation macht glücklich: Mitarbeiter, die Arbeitsabläufe mitgestalten können und an Entscheidungen beteiligt werden, erfahren Wertschätzung und bleiben gesund. Wer ausserdem selbst Verbesserungsmassnahmen gegen Stress vorschlagen und umsetzen kann, ist ein glücklicherer Arbeitnehmer. |
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| 9. | Handlungsspielraum lassen | Mitarbeiter brauchen einen möglichst grossen Handlungsspielraum. Nur so ertragen sie hohe Belastungen, ohne krank zu werden. Mit dem Chef legen sie das Ziel des Auftrags fest. Auf welchem Weg sie es erreichen, ist ihnen überlassen. Studien zeigen: Mitarbeiter mit grossem Handlungsspielraum am Arbeitsplatz haben in der Nacht einen tieferen Puls und einen niedrigeren . Dagegen leiden z.B. Krankenschwestern, die ihre Zeit kaum selbst einteilen können, häufiger an Rückenschmerzen. |
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| 10. | Arbeitsverdichtung vermeiden | Die so genannte Arbeitsverdichtung – zunehmende Belastung im Job, Mehrarbeit und Zeitdruck – hat laut zahlreichen Studien negative gesundheitliche Auswirkungen auf verschiedene Organsysteme. Sie führt zu Schlaflosigkeit, ösen Magenbeschwerden und Herzrhythmusstörungen. |