Bauchfellentzündung

Bauchfellentzündung

(Peritonitis)

Die Peritonitis ist eine lebensbedrohliche Entzündung des Bauchfells. Das Bauchfell kleidet als glatte, gut durchblutete Haut den Bauchraum aus und bedeckt die meisten Bauchorgane. Es ist sehr gut mit Blutgefässen versorgt. Bei seiner Entzündung werden schnell über den Blutweg Krankheitserreger über den gesamten Organismus verteilt. Bauchferne Organe erkranken gleichzeitig, der Patient wird schwer krank. Deshalb heisst die Bauchfellentzündung auch Peritonitiskrankheit.

Das Bauchfell (Peritoneum) kleidet die Bauchhöhle aus und umschliesst die meisten Bauchorgane komplett oder bedeckt sie zumindest an einer Seite. Trotz der Bezeichnung «Fell» handelt es ich um ein dünnes, spiegelglattes Gewebe, das sehr gut durchblutet und mit Nervenendigungen versorgt ist. Es kann daher sehr gut Flüssigkeit aufnehmen und absondern, ausserdem ist es sehr schmerzempfindlich.

Das Bauchfell teilt sich in zwei so genannte Blätter:
  • Das äussere Blatt (Peritoneum parietale) bekleidet die Wände der Bauchhöhle wie eine Tapete und ist sehr reich an Nervenfasern.
  • Das innere Blatt (Peritoneum viscerale) überzieht die Organe selbst.
Die so genannte Peritonitis ist eine entzündliche Erkrankung des Bauchfells im Bauchraum und entsteht als Reaktion auf die unterschiedlichsten Ursachen (zum Beispiel durchgebrochene Blinddarmentzündung, Verletzung des Darms, die Wand überschreitendes Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür).

Gleichzeitig kommt es zu zahlreichen, krankhaften Reaktionen des gesamten Körpers, wie beispielsweise Fieber, Fehlregulationen des Herz-Kreislauf-Systems oder auch Gerinnungsstörungen.

Lebensbedrohliche Organschäden (so genannte Schockniere oder Schockleber, Absiedlung von Krankheitserregern an den Herzklappen, Hirnblutungen durch die Gerinnungsstörungen) drohen. Die Bauchfellentzündung wird deshalb auch als Peritonitiskrankheit bezeichnet.
 
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