Bartholinitis

Bartholinitis

Bei der Bartholinitis ist nur der Ausführungsgang der Bartholin-Drüse entzündet. Bartholin-Empyem (Eiterherd) und Bartholin-Zyste sind Folgen dieser Entzündung.

Eine Entzündung vom Ausführungsgang der Bartholin-Drüse nennt man Bartholinitis. Die Bezeichnung ist nicht ganz korrekt, denn «Bartholinitis» steht eigentlich für eine Entzündung der Drüse selbst. Diese ist aber fast nie betroffen. Die zwei bohnengrossen Bartholin-Drüsen liegen unter den grossen Schamlippen. Ihre Ausführungsgänge münden in den hinteren Teil des Scheidenvorhof, den die beiden kleinen Schamlippen umsäumen. Bei sexueller Erregung sondern die Drüsen Flüssigkeit ab und befeuchten den Scheideneingang.

Anatomie: Entzündung der Bartholin-Drüse
Beim Bartholin-Empyem ist der Ausführungsgang prall gefüllt mit Eiter, der nicht abfliessen kann, weil die Entzündung die Mündung nach aussen verklebt hat. Die schmerzhafte Entzündung kann bis auf Hühnereigrösse anschwellen.

Ist der Ausführungsgang über längere Zeit verklebt, so dass die Flüssigkeit nicht abfliessen kann, entsteht eine Bartholin-Zyste. Sie sitzt im unteren Drittel der grossen Schamlippe, fühlt sich prall und kugelig an und ist kaum druckschmerzhaft. Ursache sind Entzündungen, die immer wieder aufflackern.
 
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