Die Arteriosklerose ist eine chronische Erkrankung der Arterien, die zur Verengung der Gefässlichtung, sowie zur Verdickung, Verhärtung und zum Elastizitätsverlust der Arterienwand führt.
| |  |
| | Besonders gefährdet: Gefässregionen, die bevorzugt von Arteriosklerose betroffen sind |
Arterien haben im Gegensatz zu den Körpervenen die Fähigkeit, wie ein Gummiband auf die mit jeder Pulswelle geförderten Blutmenge und ihren Blutdruck elastisch zu reagieren.
Über die Jahre kommt es in den Arterien zur Ablagerung von Blutfetten, Blutgerinnseln (Thromben), Bindegewebe und Kalk. Dies erschwert in den betroffenen Gefässregionen den Blutdurchfluss und vermindert die Flexibilität der betroffenen Schlagadern.
Natürlicher Alterungsprozess wird durch Risikofaktoren beschleunigt
Arteriosklerose ist ein natürlicher Alterungsprozess, der jedoch durch Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes mellitus, Rauchen und andere Risikofaktoren beschleunigt wird und dann Krankheitswert erhält. Sie verläuft oft über lange Jahre unbemerkt und ohne besondere Symptome hervorzurufen. Kommt es aber zu hochgradigen Einengungen der Gefässe oder gar zu Verschlüssen - am Ort der Einengung oder durch einen fortgeschwemmten Thrombus anderswo -, dann resultiert meist eine Funktionseinschränkung bis hin zum fatalen Herzinfarkt oder Hirnschlag.
Die Arteriosklerose ist altersabhängig und bei Menschen über 80 Jahren praktisch immer vorhanden. Durch ihre Folgekrankheiten ist sie die häufigste Todesursache in den entwickelten Ländern der Erde.
Vorsorgeuntersuchungen
Experten empfehlen über 70-Jährigen vorsorgliche Arteriosklerose-Checks wie die Messung des Knöchel-Arm-Indexes (ABI) oder der Intima-Media-Dicke. Raucher, Diabetiker oder Personen mit hohem Blutdruck oder hohen Cholesterinwerten sollten einen solchen Check noch früher - zwischen 50 und 60 Jahren - durchführen lassen, um mit einer allfällig nötigen Behandlung möglichst früh beginnen zu können.