Bei der Akromegalie handelt es sich um eine seltene Krankheit, bei der ein Überschuss an Wachstumshormon (Growth Hormone, GH) typische Veränderungen der äusseren Erscheinung hervorruft. Ursache für die hormonelle Überproduktion ist meist ein Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). | |  |
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Akromegalie bedeutet «Vergrösserung der Akren», also der äusseren Punkte und Endglieder des Körpers. Im Gesicht sind das Kiefer- und Wangenknochen, Augenwülste und Nasenspitze. Ausserdem die Hände und Füsse, v.a. Rist und Zehen. Bei manchen Patienten führt die Akromegalie zu Beschwerden am Bewegungsapparat. Kopfschmerzen und Sehstörungen werden lokal durch das Tumorwachstum verursacht.
Beginnt der Hypophysen-Tumor zu wachsen, bevor der Mensch ausgewachsen ist, führt das zu Riesenwuchs (Gigantismus). Die meisten der grössten Menschen - z.B. Robert P. Wadlow (1918-1940), mit 2,72 m grösster Mensch je - erkrankten als Jugendliche.
Im Erwachsenenalter führt ein Wachstumshormonüberschuss zum typischen Krankheitsbild der Akromegalie. Die meisten Symptome sind durch den Wachstumshormonüberschuss bedingt. Dazu gehört die Grössenzunahme von Händen und Füssen und eine Vergröberung der Gesichtszüge.
Die Akromegalie ist grundsätzlich eine gutartige Erkrankung. Trotzdem ist die Lebenserwartung aufgrund der verschiedenen Komplikationen ohne Behandlung deutlich vermindert. Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des Hypophysen-Tumors.