Die Anzahl übergewichtiger Menschen nimmt seit Jahren in alarmierender Weise zu. Besonders der industrialisierte Teil der Welt steht vor einem ernsthaften Problem: Rund jeder dritte erwachsene Mensch in Europa ist übergewichtig und sollte aus gesundheitliche Gründen sein Gewicht verringern. Bei rund 60 Prozent ist eine Gewichtsreduktion aus medizinischer Sicht sogar zwingend, wenn nicht eine erhöhte Sterblichkeit in Kauf genommen werden soll.
Mit anderen Zahlen ausgedrückt: , Adipositas und deren Anteil an Folgekrankheiten verursachten 2001 alleine in der Schweiz Kosten zwischen 2,1 und 3,2 Milliarden Franken - Tendenz steigend.
Noch dramatischer präsentiert sich die Lage in den USA: 55 Prozent der Gesamtbevölkerung sind übergewichtig, 31 Prozent leiden an einer Adipositas!
Immer mehr Jugendliche betroffen
Bereits machen Experten in der Schweiz, Europa und Amerika darauf aufmerksam, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig sind. Es erstaunt deshalb nicht, dass auch in der Schweiz schon einige übergewichtige Kinder in Behandlung sind, die einen
Diabetes Typ 2 entwickelt haben. So wächst also der Anteil an Jugendlichen mit
Diabetes kontinuierlich, aber auch Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte werden als Folge von immer häufiger diagnostiziert.
Anders leben statt nur weniger essen!
Um die überschüssigen Fettdepots wieder zu leeren, reicht es allerdings nicht aus, lediglich weniger zu essen. Nur eine konsequente, vernünftige , eine Lifestyleänderung sowie mehr Bewegung (in den Alltag integriert und mit Spassfaktor) bringen eine langsame, beständige Gewichtsabnahme (1-2 Kilo pro Monate) ohne Jo-Jo-Effekt. Stilstände zwischendurch sind völlig normal und sollten kein Anlass zur Frustration sein!
Objektive Massstäbe beachten
Aber aufgepasst: Nicht jede/r, der/die sich übergewichtig fühlt, hat tatsächlich zu viel Fett auf den Rippen! Der Wunsch, schlanker zu sein, ist häufig beeinflusst durch einen übertriebenen, gesellschaftlichen Schönheitswahn. Ob jemand wirklich zu dick ist, lässt sich anhand einer einfachen Rechnung und mit dem Messband bestimmen.
Als anerkannte Grösse zur Unterscheidung von Unter-, Normal- und dient der
BMI (Body Mass Index). Ein
BMI ab 30 gilt als krankhaftes (Adipositas Klasse I) mit deutlich erhöhtem Risiko für übergewichtsbedingte Erkrankungen.
Mit Fettsucht (Adipositas Klasse II,
BMI 35-40) oder extremer Fettsucht (Adipositas Klasse III,
BMI über 40) steigt dieses Risiko rasant an. Damit nimmt nicht nur die Lebensqualität massiv ab, auch die Lebenserwartung der Betroffenen sinkt überdurchschnittlich.
Adipositas ist die Hauptursache für die Stoffwechselkatastrophe
Diabetes mellitus.