Ein Co-Alkoholiker versucht dem Abhängigen zu helfen, indem er zunächst dessen Verlangen nach Alkohol entschuldigt oder rechtfertigt oder gar versucht, es zu verheimlichen. Belastungen werden vom Alkoholiker ferngehalten, immer mehr Verantwortung wird für ihn übernommen. Schliesslich wird der Co-Alkoholiker selbst abhängig - vom Gefühl, in seiner Hilfe nicht nachlassen zu dürfen. Je mehr Probleme der Alkoholiker bereitet, umso mehr Hilfe wird ihm der Co-Alkoholiker geben.
Haben Sie schon häufiger zu Hause mit ihm / mit ihr getrunken, damit er/sie nicht in der Wirtschaft versackt?
Fühlen Sie sich stark, wenn der/die Abhängige sich schwach fühlt?
Werden Sie von Ihrem Umfeld (Verwandte, Nachbarn) gelobt, weil Sie so tapfer sind?
Fühlen Sie sich zum Lügen und Vertuschen von Unregelmässigkeiten gezwungen, weil Sie Ihren Partner / Ihre Partnerin nicht ausliefern wollen?
Hängen Ihre Gefühle sehr stark von der Situation des Partners / der Partnerin ab?
Kümmern Sie sich um alles, weil der Partner / die Partnerin es nicht mehr kann?
Haben Sie Angst, der/die Abhängige könnte aggressiv werden, wenn Sie mit ihm/ihr über Alkohol sprechen?
Vermeiden Sie es, mit anderen über das Trinkproblem ihres Partners zu sprechen?
Haben Sie Ihrem Partner / Ihrer Partnerin schon einmal mit Trennung oder Scheidung gedroht, weil er/sie so viel trinkt?
Ärgern Sie sich, weil Ihr Partner / Ihre Partnerin Ihre Ermahnungen nicht ernst nimmt?
Wünschen Sie sich manchmal den Tod Ihres Partners?
Haben Sie häufiger das Gefühl, dass Sie gegen den alkoholabhängigen Partner / die Partnerin machtlos sind?
Haben Sie häufiger schon Drohungen, die Sie dem/der Betroffenen gegenüber ausgesprochen haben, nicht wahrgemacht oder vergessen?
Haben Sie das Gefühl, dass der Alkohol eine immer wichtigere Rolle in Ihrer Partnerschaft spielt?
Übernehmen Sie zunehmend Aufgaben, die eigentlich Ihr Partner / Ihre Partnerin noch ausführen könnte?
Nehmen die Trennungsgedanken zu oder nehmen sie feste Formen an?
Sind Sie in letzter Zeit häufiger depremiert und verzweifelt, weil sich am Trinkverhalten Ihres Partners / Ihrer Partnerin nichts ändert?
Sind Sie wegen psychosomatischer Beschwerden in ärztlicher Behandlung?
Wissen Sie manchmal nicht, woher Sie das Geld für den Haushalt nehmen sollen?
Wechseln Ihre Gefühle für den Partner / dxie Partnerin häufiger zwischen tiefem Hass und großer Liebe?
Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Partner / Ihre Partnerin noch tiefer abrutscht, wenn Sie ihn verlassen?
Wissen Sie nicht mehr, wie es weitergehen soll, weil Sie so verzweifelt sind?