Vaskuläre Demenz

Vaskuläre Demenz

(Multiinfarkt-Demenz, SAE-assozierte Demenz, VD)

Eine Demenz basiert auf dem Verlust von funktionstüchtigem Hirngewebe. Dieser Verlust ist jedoch sehr diffus und nicht mit einer Verletzung eines bestimmten Hirnareals zu vergleichen. Zu einer vaskulären Demenz kommt es wenn Durchblutungsstörungen des Gehirns vorliegen.

Eine Demenz findet sich bei 1 Prozent der 60- bis 64-Jährigen und bei mehr als 30 Prozent der über 85-Jährigen. Häufigste Form (40 bis 50 Prozent aller Fälle) ist der Morbus Alzheimer. Die vaskuläre Demenz ist mit 15 Prozent die zweithäufigste Demenzform. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 57 Jahren und reicht von 40 bis 80 Jahren.

Die Prozentangaben sind mit Vorsicht zu interpretieren, da unterschiedliche Diagnosekriterien existieren. Oft ist es auch schwierig, die vaskuläre Demenz von einer durch Alzheimer ausgelösten Demenz zu trennen. Zudem existieren Mischformen.


Wo kein Blut fliesst, kommt kein Sauerstoff hin

Kennzeichnend für die vaskuläre Demenz ist, dass sie durch Durchblutungsstörungen des Gehirns entsteht: Sind hirnversorgende Gefässe verengt oder verschlossen, bekommen die Hirnzellen zu wenig Sauerstoff und sterben ab. Sterben dadurch kleine Hirngebiete ab (Mikro-Infarkt) passiert dies häufig unbemerkt - im Gegensatz zum Hirninfarkt, wo grössere Durchblutungsstörungen zur Zerstörung von ganzen Hirnarealen führen.

Wichtigste Ursache für die Minderdurchblutung des Hirngewebes sind arteriosklerotische Veränderungen der Hirngefässe. Die Arterienverkalkung ist die häufigste krankhafte Veränderung der Arterien mit Verdickung und Elastizitätsverlust der Arterienwände. Die Arterien werden durch Ablagerungen verengt oder im schlimmsten Fall ganz verschlossen, was zu einer Drosselung der Durchblutung führt.

 
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