24/2008
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24/2008
EDITORIAL: Weihnachtsnummer
Immer, wenn es sich die Menschen zu gut gehen lassen, bekommt ein Teil von ihnen Gicht. Viel mehr Männer als Frauen. Die äusserst schmerzhafte Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken plagt ihre Opfer vorwiegend nach Festschmäusen, wie sie uns bevorstehen. Ganz hilflos sind wir indes nicht. Im Beitrag auf Seite 32 sagt Ihnen Annegret Czernotta, was Gichtschübe anheizt. Hätten Sie es gedacht? Am schlimmsten ist Bier!

Weihnachten wirft ihr Licht voraus: Diese Ausgabe der Gesundheit Sprechstunde ist die letzte Nummer in diesem Jahr – und also eine Weihnachts- und Neujahrsnummer. So wollen wir denn nicht nur über unerfreuliche Dinge wie Gicht nach Völlerei berichten. Angela Fässler hat zusammengetragen, was uns das zu Ende gehende Jahr an medizinischen Höhepunkten bescherte (ab Seite 8). Eher ins Reich der Kuriositäten gehört für mich der Kinder gebärende Amerikaner. Und auch wenn ich das Bild des Mannes sehe, dem Chirurgen – weltweit zum ersten Mal – zwei Arme eines Toten angenäht haben, schrecke ich einen Moment lang zurück. Eine medizinische Sensation! Hoffentlich keine menschliche Tragödie.

Doch am meisten Gewicht dieses Rückblicks hat ein durch und durch erfreulicher Beitrag: Marc Donath, Professor am Zürcher Unispital, ist nicht nur ein aussergewöhnlich freundlicher, bescheidener und zugänglicher Mensch, sondern auch ein Wissenschafter erster Güte. Gerade wurde er ausgezeichnet für seine Forschung, die in Aussicht stellt, die Diabetestherapie entscheidend vorwärtszubringen.

Wirklich weihnachtlich geht es im Ernährungsbeitrag zu (Seite 38). Ein Rezept für Zimtsterne stellt uns Sonja Leissing vor. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wissen natürlich, dass dahinter mehr steckt als die Backanleitung für «Wienachtschrömli». Tatsächlich: Zimt hilft mit, den Blutzuckerspiegel zu senken. Das Gebäck, künstlich gesüsst, eignet sich bestens für Diabetiker.

Zusammen mit dem Beitrag über das Schicksal des zuckerkranken Stephan Saxer, der um ein Haar erblindet wäre (Seite 14), ist unsere Zeitschrift zum Jahresende also auch ein bisschen eine Diabetesnummer geworden.

Die erste Ausgabe im neuen Jahr steckt am 9. Januar in Ihrem Briefkasten. Dann werden Sie bereits unsere erste Sendung gesehen haben, bei der (fast) alles neu ist (Seite 26).

Herzlich, Ihr Beat Leuenberger
 
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