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100 Jahre Krebsliga – gemeinsam gegen Krebs
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Leider erkrankt jeder dritte Mensch in der Schweiz im Laufe seines Lebens an Krebs. Fast alle kennen in der Familie oder im Freundeskreis jemanden, der krebskrank ist. Die zweithäufigste Todesursache in unserem Land ist Krebs, in der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen ist es sogar die häufigste Todesursache.
In Zukunft wird die Zahl der Neuerkrankungen aufgrund der demografischen Entwicklung noch weiter ansteigen. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Lebenserwartung für Krebsbetroffene in den letzten Jahren dank medizinischer Fortschritte gestiegen. Krebs wird zunehmend zu einer chronischen Krankheit, und Krebspatienten werden zu Langzeitpatienten. Damit kommen auch neue Herausforderungen auf unsere Gesellschaft zu.
Die Krebsliga berät, begleitet und unterstützt seit 100 Jahren Krebspatienten und ihre Angehörigen. Sie setzt sich für die Förderung der patientennahen, unabhängigen Forschung ein. Sie informiert und sensibilisiert die Bevölkerung und leistet wertvolle Präventionsarbeit. Die Krebsliga ist damit eine wichtige Institution in der Schweiz – und es braucht sie auch in Zukunft, mehr denn je.
Für ihre hohen Verdienste in den vergangenen 100 Jahren möchte ich der Krebsliga meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Grosse Anerkennung gebührt den rund 200 Fachpersonen, die in der Schweiz für diese Organisation tätig sind und die Betroffenen vor Ort unterstützen. Besonders freue ich mich, dass die Krebsliga die Umsetzung der «Nationalen Strategie Palliative Care 2010 – 2012» von Bund und Kantonen mitträgt. Das Ziel dieser Strategie lautet, dass die unheilbar kranken und sterbenden Menschen ihrer Situation angepasste Palliative Care erhalten und ihre Lebensqualität auf diese Weise verbessert wird.
In diesem Jubiläums-Jahr möchte ich meine Solidarität bekunden mit den Menschen, die in der Schweiz an dieser schweren Krankheit leiden oder mit ihr leben müssen, sowie mit deren Angehörigen. Ich gratuliere der Krebsliga zu ihrem 100-jährigen Bestehen und wünsche ihr für die Zukunft viel Elan und Kraft, damit sie ihre wichtige Aufgabe weiterhin wahrnehmen und sich für Betroffene engagiert einsetzen kann.
Herzlich,
Ihr Didier Burkhalter Bundesrat Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern