«Schlank sein beginnt mit einem Apfel»
Ex-Miss-Schweiz Anita Buri verrät das Geheimnis ihrer Traummasse 87-61-88: Sie isst täglich Äpfel. So, wie sie es seit Kindsbeinen gewohnt ist: Alles, ausser den Stiel. VON SONJA LEISSING
«Schlank sein beginnt mit einem Apfel, dick sein mit einer Diät», sagt Miss Schweiz 2000 Anita Buri. Gefragtes Model und fürsorgliche Mutter in einem, verführt uns die Thurgauer Edelwüchsige zwar nicht wie einst Eva ihren Adam zur Erkenntnis des Lebens. Immerhin aber offenbart sie uns das Geheimnis ihrer schlanken Linie:
Täglich mindestens zwei bis drei Äpfel zwischen den Hauptmahlzeiten, und Sie bleiben schlank und rank! Viel Wasser und Füllstoffe
«Äpfel regen den Darm und die Verdauung an. Sie sind gut für den kleinen Hunger zwischendurch, sind ein super Durstlöscher und man kann die süss-sauren Vitaminbomben überallhin mitnehmen und geniessen. Auch während des Stillens», sagt sie und lächelt beim Gedanken an die Zeit vor zweieinhalb Jahren, nach der Geburt ihres Sohnes Jeremy.
Was das im Apfelparadies gross gewordene Model aus Erfahrung weiss, bestätigt die Ernährungswissenschaft:
Wie die meisten Früchte enthält der Apfel sehr viel Wasser. Darum hat er eine geringe Energiedichte und eignet sich sehr gut als Magenfüller. Seine Nahrungsfasern, genannt Pektine, geben dem menschlichen Verdauungstrakt ordentlich zu tun. Davon profitiert auch der Darm, denn regelmässiger Apfelkonsum sorgt für einen geschmeidigen Darminhalt und verhilft uns zu einem regelmässigen, gesunden Stuhlgang. Dass die Pektine auch noch zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen, ist ein hochwillkommener Nebeneffekt.
Viel trinken, viel Bewegung, viele Äpfel
Für Anita Hodel-Buri war nach der Geburt von Sohn Jeremy vor zweieinhalb Jahren klar: Die zugenommenen Kilos mussten weg und die Traummasse von zuvor wieder her. Viel trinken, viel Bewegung und viel Äpfel, am liebsten aus der Thurgauer Heimat – das blieb bis heute Anitas Abnehmrezept.
Innert drei Monaten war es geschafft und nicht nur das: die Ex-Miss-Schweiz war sogar zwei Kilo leichter als vor der Schwangerschaft. Natürlich war sie mit dem Neugeborenen Jeremy ohnehin mehr auf Trab, und natürlich half ihr, dass sie in ihrem ländlichen Wohnort Dättwil AG näher an der geliebten Natur wohnt, wo Bewegung leichter fällt als in einer Stadt.
Aber für die Thurgauerin gehört die mit jährlich 17 Kilo Pro-Kopf-Verbrauch unumstrittene Schweizer Nationalfrucht seit Kindsbeinen zur täglichen Nahrung.
«Ist doch klar, wer mit Apfelbäumen gross wird, der verzehrt die Frucht mitsamt dem Bütschgi und den Kernen. Denn ob zum Morgenessen, zum Zvieri, beim Kindergeburtstag, auf dem Pausenhof oder der Schulreise – Äpfel waren immer und überall dabei», sagt Anita.
Ein Apfel am Tag,...
Nur logisch hält sie es auch mit dem zweieinhalbjährigen Jeremy so. Täglich zum Zvieri gibts auch für den Kleinen «Öpfelschnitzli wie damals für mich selbst». Und er dankt es ihr, wenn er ihr die «Schnitzli» aus der Hand reisst.
Wie heisst es doch so schön: «An apple a day, keeps the doctor away» oder zu Deutsch: «Ein Apfel am Tag, und den Doktor verjag». Denn auch das Vitamin C macht den Apfel zur Gesundheitsfrucht. Das hat er mit potenteren Vitaminspendern wie Kiwis, Orangen und Erdbeeren gemeinsam. Doch mehr als diese, hat der Apfel von allem etwas.
| Das müssen Sie sich merken! |
| 1. | Äpfel sind das beste Mittel gegen Heisshunger und helfen Ihr Gewicht zu stabilisieren. |
| 2. | Regelmässiger Apfelkonsum sorgt für geregelte Verdauung und guten Stuhlgang. |
| 3. | Äpfel immer ungeschält und samt dem Bütschgi essen, denn direkt unter der Haut und im Kerngehäuse stecken die gesunden Inhaltsstoffe. |
Das macht den Apfel so gesund
- Das Vitamin C kommt in Früchten und grünem Gemüse vor. Im Apfel: 5 mg pro 100 g. Spielt eine grundlegende Rolle bei der Bildung von Kollagen. Wichtig für das Wachstum von Körperzellen, Zahnfleisch, Blutgefässen, Knochen und Zähnen. Die Aufnahme zeigt ein Vitamin-C-Kristall in polarisiertem Licht.
- Das Fruchtfleisch Das Zellwandgerüst dieses Apfels wurde eingefärbt. So sind die feinen Zellwände (helle Linien) besser sichtbar. Je weniger Luft zwischen den Zellen eingeschlossen ist, umso fester ist der Apfel – und umso mehr Faserstoffe enthält er. Der abgebildete Ausschnitt entspricht im Original einem Millimeter.
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- Der Fruchtzucker Kohlenhydrate bestehen aus unterschiedlich langen Ketten von aneinander gehängten Einzelzuckern, den so genannten Monosacchariden. Dazu zählen Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose), die in allen Früchten vorkommen. Monosaccharide sind die einfachsten Kohlenhydrate und liefern schnell Energie, im Gegensatz zu den langkettigen wie Stärke. Diese kommt in Vollkornprodukten und Getreide vor. Die Mischung der Zuckerarten im Apfel – Fruchtzucker und Traubenzucker – in Verbindung mit den Nahrungsfasern und dem hohen Wassergehalt lassen den Blutzucker weniger rasch ansteigen und sind daher zur Gewichtsabnahme und für Diabetiker sehr gut geeignet.
Aber Achtung: Fruchtsäfte sind wegen ihrer hohen Energiedichte Gift für Ihr Gewicht: Zwei Schluck Orangensaft haben so viel Zucker wie vier ganze Früchte! Die Grafik zeigt ein Fruchtzucker-Molekül im Atommodell.
- Das Kerngehäuse Die dicke, rötliche Linie ist das Kerngehäuse. Es besteht aus besonders vielen Nahrungsfasern und ist darum gesund. Im Kerngehäuse befinden sich auch Antioxidantien, die Zellschäden vorbeugen. Der nierenförmige Kern darin trägt das Erbgut des Apfelbaumes. Er enthält geringe Mengen Blausäure.
Die Apotheke der Natur
Früchte sind die besten Lieferanten von Wasser, Fasern und Vitalstoffen.
(sämtliche Angaben pro 100 g)
| Apfel |  | Banane |  | Kiwi |
| Energiewert | 51 kcal | | Energiewert | 91 kcal | | Energiewert | 49 kcal |
| Wasser | 85 g | | Wasser | 74 g | | Wasser | 83 g |
| Zucker | 11,6 g | | Zucker | 17,2 g | | Zucker | 9,8 g |
| Nahrungsfasern | 2,1 g | | Nahrungsfasern | 2 g | | Nahrungsfasern | 22,5 g |
| Folsäure | 13 µg | | Folsäure | 23 µg | | Folsäure | 37 µg |
| Vitamin C | 5 mg | | Vitamin C | 12 mg | | Vitamin C | 80 mg |
| Calcium/Magnesium | 5/4 mg | | Calcium/Magnesium | 8/30 mg | | Calcium/Magnesium | 27/17 mg |
Äpfel füllen den Magen und schmieren den Darm. Das Pektin trägt zur Senkung des Cholesterinspiegels bei. | |
Eine Banane liefert einen Sechstel des Tagesbedarfs an Magnesium und beugt Muskelbeschwerden vor. | |
Kiwis sind echte Vitamin-C-Bomben. Sie stärken das Immunsystem und können Krebserkrankungen vorbeugen. |
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| Aprikose |  | Himbeeren |  | Orange |
| Energiewert | 44 kcal | | Energiewert | 38 kcal | | Energiewert | 40 kcal |
| Wasser | 86,7 g | | Wasser | 84 g | | Wasser | 86,6 g |
| Zucker | 10 g | | Zucker | 7 g | | Zucker | 8,6 g |
| Nahrungsfasern | 3,1 g | | Nahrungsfasern | 6,7 g | | Nahrungsfasern | 1,8 g |
| Folsäure | 7 µg | | Folsäure | 40 µg | | Folsäure | 30 µg |
| Vitamin C | 7 mg | | Vitamin C | 25 mg | | Vitamin C | 53 mg |
| Calcium/Magnesium | 16/10 mg | | Calcium/Magnesium | 22/20 mg | | Calcium/Magnesium | 40/10 mg |
Aprikosen liefern viel Beta-Karotin. Sie aktivieren die Abwehr und beugen durch Sonne verursachten Hautrötungen vor. | |
Himbeeren helfen bei Verstopfung und lindern angeblich Hämorrhoiden. Als Saft senken sie zudem das Fieber. | |
Alle Zitrusfrüchte zeichnet der Limonen-Aromastoff aus. Er unterstützt die Leber bei der Entgiftungsarbeit. |
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| Birne |  | Erdbeeren |  | Wassermelone |
| Energiewert | 53 kcal | | Energiewert | 35 kcal | | Energiewert | 30 kcal |
| Wasser | 84,7 g | | Wasser | 89,9 g | | Wasser | 92 g |
| Zucker | 12,2 g | | Zucker | 7 g | | Zucker | 6,3 g |
| Nahrungsfasern | 2,3 g | | Nahrungsfasern | 2,2 g | | Nahrungsfasern | 0,3 g |
| Folsäure | 10 µg | | Folsäure | 62 µg | | Folsäure | 43 µg |
| Vitamin C | 5 mg | | Vitamin C | 60 mg | | Vitamin C | 4 mg |
| Calcium/Magnesium | 10/7 mg | | Calcium/Magnesium | 22/12 mg | | Calcium/Magnesium | 12/80 mg |
Birnen sättigen sehr schnell. Zudem wirken sie aufgrund ihrer Nahrungsfasern verdauungsfördernd. | |
Das Vitamin C und das Eisen in den Erdbeeren stabilisieren das Immunsystem. | |
Wassermelonen sind ein bekömmlicher Durstlöscher. Bei Gicht ist die Wassermelone besonders zu empfehlen. |
Vertiefende Infos
Deutsches Apfel-Portal «Der Apfel»
www.derapfel.de
Schweizerischer Obstverband
www.swissfruit.ch
Fructus - Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten
www.fructus.ch
IP-Suisse
www.ip-suisse.ch
Forschungsinstitut für biologischen Landbau
www.fibl.org