Abnehmen: Schlank mit Tipps von Prominenten
Abnehmen: Schlank mit Tipps von Prominenten


«Salat ist mein natürlicher Appetitzügler»

Tele-Züri-Wetterfrau Jeannette Eggenschwiler liebt Blattsalate. Nicht verwunderlich, macht sie eine so gute Figur. Denn Salat vor jedem Hauptgang hält schlank.

VON SONJA LEISSING

So liebt es Jeannette Eggenschwiler: Direkt aus dem Gewächshaus holt sich die linienbewusste Wettermoderatorin ihren knackigen Salat.
So liebt es Jeannette Eggenschwiler Direkt aus dem Gewächshaus holt sich die linienbewusste Wettermoderatorin ihren knackigen Salat.

«Salat essen ist für mich so selbstverständlich wie tägliches Zähneputzen», sagt Jeannette Eggenschwiler. Die beliebte Wetterfee ernährt sich gerne von frischem, knackigem Blattsalat. Die Moderatorin ist mit täglichem Salatgenuss gertenschlank. Und auch ihre Tochter Nina mag das Grünzeug über alles, das Mama Jeannette vor jedem Hauptgang serviert.


Wertvoller als man meint

«Kopfsalat besteht zwar zu 95 Prozent aus Wasser, doch die anderen fünf Prozent haben es in sich. Sie bringen weit mehr für die schlanke Linie und die Gesundheit als bisher angenommen», sagt Marianne Hug- Inderbitzin, 62, Ernährungswissenschafterin und -beraterin mit eigener Praxis in Zürich. Denn neben Nahrungsfasern, Vitaminen und Mineralstoffen kommen Folsäure und ihre Salze, die Folate, in besonders hoher Konzentration im Kopfsalat vor. Und davon profitieren nicht nur, wie schon lange bekannt, ungeborene Kinder zum Schutz vor Missbildungen wie offenem Rücken.

Auch Erwachsenen hilft Salat: Das Risiko für koronare Herzkrankheiten und gewisse Krebsarten wie Darm- oder Brustkrebs wird dank einer ausreichenden Menge Folsäure in der Nahrung gesenkt. Und das in den grünen Blättern vorkommende Betacarotin – die Vorstufe des Vitamins A – wirkt sich besonders positiv auf Augen und Schleimhäute aus. Doch nicht nur wegen all dieser hervorragenden Inhaltsstoffe leistet sich Jeannette Eggenschwiler die paar Kilometer ins nächste Gewächshaus oder zum Biobauern aufs Feld, um für ihre Familie einen knackigen Kopfsalat zu kaufen. «Blattsalate sind für mich die Ballaststofflieferanten schlechthin. Meine Verdauung dankt es mir täglich», sagt die Moderatorin.

Die reichlich enthaltenen Faserstoffe quellen im Magen und Darm auf, reizen durch ihr grösseres Volumen die Darmwände und regen so zu einer effizienteren Verdauung an. Doch aufgepasst: Die im Salat enthaltene Folsäure ist durch mehrtägige Lagerung im Kühlschrank leicht zerstörbar, genauso wie das Vitamin C. Schonende Zubereitung ist also wichtig.


Blattsalate geben dem Verdauungstrakt ordentlich zu tun

Energiebündel Jeannette bezeichnet sich selbst eigentlich als Vielfrass und glaubt, ohne den täglichen Salatkonsum hätte sie bestimmt einige Kilo mehr auf den Rippen. «Damit ich schlank bleibe, esse ich täglich einen grossen Teller – ungefähr 100 Gramm Kopfsalat, Rucola, Zuckerhut oder Nüsslisalat vor dem Hauptgang.» Und sie hat Recht: Blattsalate sind alle kalorienarm, vitaminreich und stillen den grössten Hunger. Durch den lang anhaltenden Sättigungseffekt greift die Power-Fernsehfrau dann beim Hauptgang nicht hemmungslos zu und kann ihre Figur problemlos halten. Mit ihren 1,67 Metern und 53 Kilogramm hat sie einen idealen Body- Mass-Index von 19.

Blattsalate regen den Darm und die Verdauung an. Die Nahrungsfasern, die so genannten Pektine, geben dem menschlichen Verdauungstrakt ordentlich zu tun. Jeannette: «Davon profitiert auch mein Darm, denn täglicher Salatkonsum sorgt für einen geschmeidigen Darminhalt und verhilft mir zu einem regelmässigen, gesunden Stuhlgang. Dass die Pektine ausserdem zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen, ist ein willkommener Nebeneffekt. «Natürlich achte ich auf eine nicht allzu schwere und fettige Salatsauce», sagt sie.

Nicht verwunderlich, dass die schöne Moderatorin auch bei Tochter Nina und Lebenspartner Dani Graf, 29, darauf besteht, dass sie täglich vom gesunden Grün essen: «Je abwechslungsreicher und farbenfroher ich meinen Lieben den Salatteller zubereite, umso mehr verschlingen die beiden davon.» Aber was Jeannette nur als Dekoration benutzt, hat für Ernährungswissenschafterin Hug-Inderbitzin einen tieferen Sinn: «Jede Farbe verweist auf eigene spezielle sekundäre Pflanzenstoffe im Salat, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Beispielsweise die Flavonoide – sie sind an der Oberfläche von Gemüse und in den Blätter enthalten – beugen mit ihrer antioxidativen Wirkung Zellschäden und dadurch auch Herz-Kreislauf-Risiken vor. Es macht also durchaus Sinn, verschiedene Salatarten miteinander zu mischen, denn so nehmen wir Hunderte verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe zu uns.»


Nitrat: Vorteile des Salats überwiegen deutlich

Trotz seinem unbestrittenen Beitrag zur Volksgesundheit hat der Ruf des Kopfsalates in den letzten Jahren gelitten: Die andauernde Nitrat-Diskussion liess viele Konsumenten zu anderen Salatsorten greifen. Doch das Bundesamt für Gesundheit BAG hat schon lange Entwarnung gegeben. Die Angst vor zu hohem Nitratgehalt sei unbegründet. Gemäss BAG überwiegt der gesundheitliche Nutzen eines hohen, saisongerechten Salatkonsums bei weitem das gesundheitliche Risiko der damit verbundenen, leicht erhöhten Nitrataufnahme.

Jeannette Eggenschwiler ist auf jeden Fall von der positiven Wirkung aller Salatarten überzeugt, umso mehr, als sie vor sechs Jahren ihre Ausbildung zur Naturheilpraktikerin NSV abschloss. So weiss sie, dass der Salat nicht nur zur schlanken Figur beiträgt, sondern auch dem Denkorgan Gutes tut. Denn der Hauptwirkstoff grüner Salate – der Farbstoff Chlorophyll – sorgt dafür, dass der Sauerstoff aus dem Blut länger in den Gehirnzellen bleibt. Wir können uns dauerhafter konzentrieren. Und noch eine Information hält Jeannette bereit: «Die äusseren, grünen Blätter beim Kopfsalat sind die vitaminreichsten und nicht, wie jeder glaubt, die hellen Herzblätter.»


Das müssen Sie sich merken!
1. 100 Gramm Kopfsalat vor dem Essen hilft abnehmen und fördert die Verdauung.
2. Die Nitratwerte sind laut BAG unbedenklich. Die guten Inhaltsstoffe machen sie mehr als wett.
3. Die äusseren, grünen Blätter sind die vitaminreichsten. Auf keinen Fall wegwerfen.
 
 
 
Im Salat steckt mehr als man denkt
 
Praktisch alle Salate enthalten mehr Vitamine und wertvolle Inhaltsstoffe als lange angenommen!

 

Das hat es im Kopfsalat drin (100 g)

Energiewert 11 kcal
Wasser 95 g
Reguliert die Körpertemperatur. Beugt Verstopfung vor und dient als Appetitzügler.
Nahrungsfasern 1,6 g
Mit der ausreichenden Flüssigkeitszufuhr optimieren sie die Verdauungstätigkeit.
Kalium 224 mg
Kalium fördert klares Denken, führt dem Gehirn Sauerstoff zu. Senkt den Bludruck. Hilft bei Allergien.
Kalzium 37 mg
Stärkt Knochen und Zähne. Verringert Darmkrebsrisiko. Unterstützt das Nervenssystem, hilft bei Schlaflosigkeit.
Magnesium 11 mg
Hilft bei der Verbrennung von Fett. Beugt Herzinfarkt vor. Wichtig für Nerven und Muskeln.
Betacarotin 1100 µg
Bei Bedarf wird das Betacarotin vom Körper in Vitamin A umgewandelt. Beugt Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und grauem Star vor.
Folsäure 37 µg
Schützt vor Missbildung bei Föten. Beugt koronaren Herzkrankheiten und Krebsarten wie Darm- oder Brustkrebs vor.
Vitamin C 13 mg
Hilft den Cholesterinspiegel zu senken. Beugt Virus- oder Bakterieninfektionen vor und stärkt das Abwehrsystem.


Endivien
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
14 kcal
94,2 g
1,2 g
330 mg
54 mg
10 mg
1700 µg
109 µg
9 mg
Eisbergsalat
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
12 kcal
94,6 g
1,8 g
160 mg
19 mg
7 mg
50 µg
53 µg
4 mg


Chinakohl
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
12 kcal
94,9 g
1,9 g
144 mg
40 mg
11 mg
425 µg
66 µg
26 mg
Lattich
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
13 kcal
94,5 g
1,5 g
234 mg
37 mg
11 mg
360 µg
84 µg
8 mg


Feldsalat (Nüsslisalat)
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
20 kcal
92,8 g
1,7 g
459 mg
38 mg
13 mg
4250 µg
160 µg
38 mg
Spinat roh
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
18 kcal
91,7 g
2,6 g
529 mg
104 mg
58 mg
4045 µg
192 µg
40 mg


Kresse
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
12 kcal
93,5 g
2,6 g
304 mg
157 mg
20 mg
2900 µg
214 µg
60 mg
Rucola
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
25 kcal
91,7 g
2,6 g
369 mg
160 mg
0 mg
1400 µg
97 µg
15 mg


Chicoré (Brüsseler)
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
9 kcal
94,7 g
2,5 g
205 mg
20 mg
10 mg
100 µg
52 µg
5 mg
Roter Cicorino
Energiewert
Wasser
Nahrungsfasern
Kalium
Kalzium
Magnesium
Betacarotin
Folsäure
Vitamin C
13 kcal
94 g
3,0 g
180 mg
36 mg
0 mg
0 µg
13 µg
10 mg





«So wenig Öl und so viel Geschmack!»
 
Die Zutaten für schlanken Genuss: Ein schöner frischer Kopfsalat, Meersalz, kaltgepresstes Olivenöl, Senf, Balsamico-Essig, fettfreie Gemüsebouillon, eine feingehackte Zwiebel, frischer Basilikum.
Die Zutaten für schlanken Genuss Ein schöner frischer Kopfsalat, Meersalz, kaltgepresstes Olivenöl, Senf, Balsamico-Essig, fettfreie Gemüsebouillon, eine feingehackte Zwiebel, frischer Basilikum.
Wir haben für Sie die ideale Salatsauce zum Abnehmen komponiert. Das Zaubermittel heisst Bouillon.

Der gesündeste Salat versagt unter dem vielen Öl herkömmlicher Saucen. Ernährungsberaterin Caroline von Rotz aus Therwil BL beweist mit ihrem italienischen Rezept: Für eine gute Sauce braucht es gar nicht viel Fett. Beim Ausprobieren staunt Wetterfee Jeannette, wie wenig Öl es für die köstlichste Sauce braucht.

In dem Rezept ergänzt Bouillon das Öl ohne Verlust an Konsistenz. Zudem erspart sie ihr einen grossen Anteil des gewohnten Salzes. Zu Hause am Zürichsee verzichtet Jeannette ganz auf Mayonnaise, dafür wechselt sie beim Senf gerne ab. Und auch bei der Wahl des Essigs zeigt sie sich experimentierfreudig: «Am liebsten nehme ich den selber angesetzten Balsamico von Mama.»

Dank den Tipps von Ernährungswissenschafterin Marianne Hug-Inderbitzin lernt Jeannette auch, wie sie den Kopfsalat rüsten und waschen muss, ohne die wertvollen Inhaltsstoffe zu zerstören:
  • Lagern: Nur saisonalen, frischen Salat kaufen. Er hat kürzere Transporte als Importware. Im Kühlschrank nicht länger als zwei Tage aufbewahren. (Danach hat sich ein grosser Teil der Vitamine verflüchtigt.)
  • Rüsten: Höchstens die äussersten Blätter entfernen. Die härteren Blätter nicht wegschmeissen, sondern zerkleinert in den Rest geben. Den Strunk mit einem Messer wegschneiden (enthält das meiste Nitrat).
  • Waschen: Auf keinen Fall lange im Wasser liegen lassen. Zum Reinigen ein- bis zweimal kurz durchs stehende, kalte Wasser ziehen. Auf keinen Fall unter dem Hahnen waschen oder zu lange im Becken liegen lassen: Wasserlösliche Vitamine gehen sonst verloren.
  • Essen: Unbedingt vor dem Hauptgang geniessen. So füllt der Salat den Magen und hält vom Überessen bei fettreichen Menüs ab.


Fettarme italienische Salatsauce nach Ernährungsberaterin Caroline von Rotz
 
Olivenöl
1 bis 2 Teelöffel kaltgepresstes Olivenöl in eine Schüssel geben.

Ernährungsberaterin Caroline von Rotz: «Verwenden Sie für Salate immer kaltgepresstes Öl. Sie können abwechseln zwischen Raps-, Oliven- Kürbis- oder Nussöl. Verzichten Sie nie ganz auf Öl, denn eine kleine Menge ist wegen der essenziellen Säuren für unseren Körper lebensnotwendig.»

Balsamico
2 Teelöffel Aceto balsamico weiss oder dunkel dazugiessen.

«Essig können Sie verwenden, soviel Sie wollen. Ausgezeichnet passt der weisse oder rote Aceto balsamico. Aber auch Himbeer-, Apfel-, Obst-, Kräuter-, Weisswein- oder Tafelessig bringen Abwechslung.»


Senf
1 Teelöffel Senf je nach Geschmack dazugeben.

«Senf ist kalorienarm und besteht hauptsächlich aus Senfkörnern und Essig. Er eignet sich auch als Bindemittel für dickflüssigere Saucen. Probieren Sie diverse Senfsorten aus. Das gibt Ihrem Salat immer wieder eine andere Note.»


Fettfreie Bouillon
2 Teelöffel fettfreie oder -arme Bouillon dazu giessen.

«Mit einem oder zwei Teelöffel fettfreier oder fettarmer Gemüse-Bouillon, in Wasser aufgelöst, können Sie die Salatsauce etwas strecken. So brauchen Sie weniger Öl und meist auch nur noch ganz wenig oder gar kein Salz mehr.»


Umrühren
Vermischen Sie nun alle Zutaten mit dem Schwingbesen.

«Sie können die Grundsauce auch in grösseren Mengen zubereiten und während zirka einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Gehackte, frische Kräuter, Knoblauch oder Zwiebeln aber erst kurz vor der Verwendung dazugeben.»


Zwiebeln
1 Esslöffel fein gehackte Zwiebeln daruntermischen.

«Nicht nur fein gehackte Zwiebeln runden ein Salatdressing ab. Frisch gepresster Knoblauch, fein geschnittene Radieschen, wenig Sonnen- oder Kürbiskerne, aber auch Bärlauch bringen eine herrliche Abwechslung.»


Salz
Wenig Salz dazugeben. Am besten Meersalz.

«Ein zu hoher Salzkonsum belastet das Herz-Kreislauf-System. Die meisten Schweizer nehmen mehr als doppelt so viel Salz zu sich wie nötig. Würzen Sie darum sparsam mit Meersalz. Auch eine Messerspitze Meerrettichpaste passt sehr gut.»

Kräuter
1 Teelöffel fein gehackten Basilikum über den Salat streuen.

«Bei den Kräutern können Sie beliebig variieren. Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Oregano, Estragon oder Majoran enthalten Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie können sie auch getrocknet verwenden.»


Französische Salatsauce
Linienbewusste müssen nicht auf sämige Dressings verzichten. Ersetzen Sie einfach die Mayonnaise durch Milchdrink, Naturjoghurt oder Blanc-Battu.

Zutaten:
1–2 TL Rapsöl oder Olivenöl
2 TL Apfelessig
1 TL Senf
2 TL Milchdrink
1 TL Joghurt nature
Frische oder getrocknete Salatkräuter, wenig Kräutersalz, Zitronenpfeffer, Paprika.

Pro Portion 55 kcal




Vertiefende Infos

Verband Schweizerischer Gemüseproduzenten (VSGP)
www.swissveg.com
Schweizerische Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen (SZG)
www.szg.ch
Bio Suisse
www.bio-suisse.ch
IP-Suisse
www.ip-suisse.ch
Forschungsinstitut für biologischen Landbau
www.fibl.org
 
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