Abnehmen: Schlank mit Tipps von Prominenten
Abnehmen: Schlank mit Tipps von Prominenten


Schwemmen Sie Ihre Kilos weg mit Trinken!

Corina Henz macht seit 30 Jahren vor, wie man das Gewicht halten und überflüssige Pfunde verlieren kann: Sie trinkt Wasser! Aber richtig.

VON SONJA LEISSING

Schlank ohne Diäten: Corina Henz an ihrem Lieblings-Brunnen
Schlank ohne Diäten Corina Henz an ihrem Lieblings-Brunnen.
«Von Diäten halte ich nichts – rein gar nichts», sagt Corina Henz aus St. Moritz GR. Trotzdem ist sie gertenschlank. Denn sie ist überzeugt, wer lästige Kilos verlieren oder sein Idealgewicht halten will, muss viel Wasser trinken. Je mehr, umso besser. Denn ein ausgewogener Wasserhaushalt ist die wichtigste Voraussetzung für gesundes Abnehmen. Das weiss die Engadiner Therapeutin schon lange. Wohl gerade darum hatte sie noch nie Probleme mit ihrem Gewicht. «Ich bin immer etwa gleich schlank», sagt sie.

Seit dreissig Jahren trinkt Corina Henz zweieinhalb bis drei Liter Quellwasser – am liebsten direkt vom Heilbad-Brunnen des medizinischen Therapiezentrums St. Moritz. Zu Hause trinkt sie Hahnenburger oder Mineralwasser mit wenig Sprudel, auf den ganzen Tag verteilt. Süssgetränke und Fruchtsäfte mag sie nicht. Ein extra grosses Glas Wasser vor dem Essen – und sie hat ganz automatisch weniger Hunger. Dadurch funktioniert auch ihre Verdauung wie geschmiert.

Ohne Wasser gibt es kein Leben. «Wasser ist aber nicht nur lebensnotwendig, es ist auch ein bewährtes Heilmittel», glaubt Corina Henz und füllt sich eine Karaffe mit dem kühlen Quellwasser ab. Früher hat man Trinkkuren – mit bis zu zehn Litern täglich – besonders bei Blutarmut verordnet. Zudem spendete es zahlreichen Ermüdeten Kraft und Genesung. Auch in der Religion hat Wasser für die Therapeutin eine grosse Bedeutung. «Denken wir nur an die Taufe oder an das Reinwaschen von Sünden – die Sühne», bemerkt sie. Wasser steht in allen Kulturen für Reinigung und Heilung. Es wurde schon immer verehrt, getrunken, aber auch äusserlich für Waschungen oder zum Heilbaden verwendet. Heute kommen von überallher Menschen zur Mineralquelle nach St. Moritz – der Ova Cotschna. Das Wasser ist berühmt für seinen hohen Eisengehalt und den erdigen Geschmack. Zudem verleiht die leichte Kohlensäure dem Wasser das angenehm Spritzige.


Wasser hilft am besten!

Kein Organ, keine einzige Zelle unseres Körpers kann ohne ausreichende Wasserzufuhr überleben und richtig funktionieren. Man verdurstet, lange bevor man verhungert, nach maximal drei Tagen. Wasser sorgt für ein gesundes Funktionieren des Stoffwechsels, regt die Verdauung an und reguliert die Fettverbrennung. Bis zu ein Liter Flüssigkeit nehmen wir durch die Nahrung zu uns. Den Rest – mindestens eineinhalb Liter – müssen wir unseren Zellen unbedingt in Form von Getränken zuführen. Und ganz wichtig: Hier ist Flüssigkeit ohne Zucker und ohne die so genannten «leeren Kalorien» gemeint.

Wer also abnehmen will, sollte Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüssten Kräuteroder Grüntee trinken. Kaffee, Schwarztee und die mit künstlichen Süssstoffen versehenen Light-Wässerchen tragen unbedeutend zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs bei, sie gelten als reine Genussmittel!

Getränke mit den «leeren Kalorien» aus Alkohol und Zucker sind Kalorienbomben. Auch Fruchtsäfte sind keine eigentlichen Durstlöscher und sollten nur stark verdünnt getrunken werden.

Wir verlieren täglich zirka zweieinhalb Liter Wasser über den Urin, den Stuhlgang, die Haut und über die Atmung. Unser Körper braucht einen Flüssigkeitsvorrat, gerade bei heissem Wetter, schwerer körperlicher Anstrengung, Sport oder bei Fieber und Durchfall. Wer sein Gewicht halten möchte oder gar überflüssige Pfunde verlieren will, sollte bestrebt sein, täglich zusätzlich ein- bis eineinhalb Liter Wasser zu sich zu nehmen. Das vertreibt das Hungergefühl und kurbelt gleichzeitig auch die Nieren- und Darmtätigkeit an.


1000 Liter für Fr. 2.45

Besonders kaltes Wasser hilft beim Abnehmen. Denn um das kalte Wasser auf Körpertemperatur zu erwärmen, verbrauchen wir Energie. Das haben gemäss der Zeitschrift «Medical Tribune» deutsche Wissenschafter des Instituts für Ernährungsforschung herausgefunden. Wasser ist so gesehen ein Fettverbrenner, bei eineinhalb Liter Wasser täglich verliert man schon mal zusätzlich etwa 47 Kalorien. Hochgerechnet bedeutet dies einen Abbau von 2,4 kg Fett jährlich!

Ein Trost für alle, die nun nicht gleich nach St. Moritz zu Corina Henz ins Heilbad aufbrechen können: «Schweizer Leitungswasser hat eine hervorragende Trinkqualität, null Kalorien und versorgt uns mit den notwendigen Mineralstoffen Kalzium und Magnesium», sagt Dr. Ueli Bosshart, Vizedirektor der Wasserversorgung Zürich. Tausend Liter Hahnenburger kosten 2.45 Franken. Ein weiterer Grund also, mit ganz normalem Wasser den lästigen Kilos den Kampf anzusagen.


Wassermangel schadet den Zellen
Der menschliche Körper besteht zu rund 80 Prozent aus Wasser. Jede einzelne Zelle muss ausreichend mit Wasser versorgt sein, um die lebenswichtigen Funktionen ausführen zu können. Bei Wassermangel entstehen schwerwiegende gesundheitliche Probleme:
  • Chronische Verstopfung
  • Kopfweh und Migräne
  • Nierensteine
  • Harnwegbeschwerden
  • Herz- und Kreislaufbeschwerden
  • Verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • Schwaches Abwehrsystem
  • Stoffwechselbeschwerden
  • Fade, trockene Haut



Der Trinkplan zum Abnehmen
 

Unsere «Wasserkurve» schwankt im Tagesverlauf je nach Tätigkeit: Am Morgen sind wir «ausgetrocknet», tagsüber speichern wir allmählich das getrunkene Wasser. Bei sportlicher Aktivität gibts möglicherweise einen kurzzeitigen Abfall.

Vormittag Stellen Sie einen Liter Wasser oder ungesüssten Tee parat. Trinken Sie ihn bis zum Mittagessen leer.
7-Uhr-Apéro In der Nacht sinkt unser Wasservorrat im Körper. Trinken Sie darum eine Viertelstunde vor dem Frühstück ein bis zwei grosse Gläser Wasser.
Frühstück Lassen Sie beim Zmorge den Orangensaft weg. Ein ungesüsstes Müesli mit Früchten oder Joghurt ist ideal. Wasser zum Kaffee schont den Magen.
Mittagessen Trinken Sie vor dem Mittagessen wieder ein Glas Mineral. Das nimmt das Hungergefühl. Eine Bouillon füllt den Magen zusätzlich. Verzichten Sie auf Alkohol.
Nachmittag Füllen Sie Ihren Krug oder eine schöne Karaffe erneut auf. Bis am Abend sollten Sie ihn wieder leer getrunken haben.
Zvieri Bei einem Hungerast am Nachmittag hilft ein Apfel oder eine Banane. Früchte haben bis 80 Prozent Wassergehalt und sind verdauungsfördernd.
Happy Hour Treiben Sie Sport! Laufen Sie zum Tram, steigen Sie Treppen. Bei körperlicher Anstrengung verlieren wir mehr Flüssigkeit. Trinken Sie danach – Wasser!
Abend Bis zum Abend sollte der Flüssigkeitsbedarf gedeckt sein. Jetzt reicht es, ein bis zwei Gläser zu trinken.
Schlummertrunk Trinken Sie eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen nichts mehr. Erst recht keinen Alkohol. So haben Sie einen tiefen, gesunden Schlaf und müssen nachts nicht aufs WC.



Die acht Trink-Tipps
  1. Trinken Sie immer vor den Mahlzeiten ein bis zwei Gläser Wasser. So wird das Hungergefühl reduziert und die Verdauung angeregt.
     
  2. Nehmen Sie, wenn immer möglich, nur ungesüsste und kalorienarme Getränke über den Tag verteilt zu sich. Am besten Hahnenburger oder Mineralwasser.
     
  3. Meiden Sie Alkohol. Er enthält viele Kalorien und behindert den Fettabbau. Zudem stört er das Sättigungsgefühl. Wenn Sie trotzdem nicht auf Alkohol verzichten wollen, ist höchstens ein Glas Wein oder ein kleines Bier erlaubt. Dazu sollten Sie aber unbedingt Wasser trinken.
     
  4. Besorgen Sie sich eine schöne Trinkflasche! So fällt es Ihnen leichter, sich fürs Trinken zu motivieren.
     
  5. Nehmen Sie ungesüssten Kräutertee oder eine Flasche Mineral mit, wenn Sie länger unterwegs sind.
     
  6. Achtung bei Kaffee! Er kann dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entziehen. Trinken Sie ein extra grosses Glas Wasser dazu.
      
  7. Immer das Gleiche zu trinken, kann schnell langweilig werden. Betrachten Sie aber Milchdrinks und Fruchtsäfte nicht als Durstlöscher. Verdünnen Sie diese immer im Verhältnis 1:1 mit Wasser.
     
  8. Menschen, die an einer Herzschwäche, einem Blasenproblem oder an Nierensteinen leiden, sollten sich über die nötige Wassermenge mit Ihrem Arzt absprechen.



Vertiefende Infos

Aktion N - Weniger Nitrat im Wasser
www.nitrat.ch
Umfassende Informationen über unser Trinkwasser
www.trinkwasser.ch
Schweizer Portal Wasser & Gas
www.svgw.ch
Erfassungs- und Informationsplattform zur Trinkwasserqualität in der Schweiz
www.wasserqualitaet.ch
Verband Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten
www.mineralwasser.ch
 
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