| Was ist Chiropraktik? Eine eigenständige Disziplin der wissenschaftlichen Heilkunde zur Diagnose und Behandlung von Beschwerden im gesamten Bewegungsapparat und der biomechanischen und neurophysiologischen Folgen – ohne Einsatz von Chirurgie und Medikamenten. Wie verläuft eine Behandlung? Auf die Untersuchung mit Haltungs- und Ganganalysen, orthopädischen und neurologischen Tests folgt die Behandlung der Gelenke und Wirbelsäulensegmente, die Beschwerden verursachen. Mit chiropraktischen Techniken und minimalem Krafteinsatz werden die Gelenke gezielt bewegt und wird das entsprechende Segment des Nervensystems positiv beeinflusst: Die Beweglichkeit des Gelenkes wird erhöht, der Schmerz vermindert. Welche Beschwerden behandelt der Chiropraktor? Störungen des Bewegungsapparates, besonders der Wirbelsäule durch Fehlbelastungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke nach Unfällen und Krankheiten: Rückenbeschwerden und Störungen, die von der Wirbelsäule ausgehen wie Ausstrahlungsschmerzen, Beeinträchtigungen der Beweglichkeit, Nerven- und Muskelfunktion, gewisse Arten von Diskushernien, Schwindel und Kopfschmerzen, Folgen von Schleudertraumata. Wie wirksam ist die Chiropraktik bei akuten und bei chronischen Rückenschmerzen? Langzeitstudien zeigen, dass die Chiropraktik sicher, wirksam und kostengünstig ist. Sie hilft Operationen vermeiden und stellt die körperliche Einsatzbereitschaft rascher wieder her. Wie viele Behandlungen braucht es bei akuten Rückenschmerzen? Eine bis sechs. Können Nebenwirkungen bei der Behandlung auftreten? Alle Behandlungen und Medikamente können Nebenwirkungen haben. In seltenen Fällen kann es nach der Behandlung harmlose, kurzzeitige Muskelverspannungen geben. Wie wird man Chiropraktor? Die Ausbildung mit Staatsexamen dauert acht bis neun Jahre und beinhaltet ein abgeschlossenes medizinisches Vorstudium in der Schweiz sowie ein zehn- bis zwölfsemestriges Studium an einer eidgenössisch anerkannten chiropraktischen Hochschule in den USA oder in Kanada. Dazu kommen eine zweijährige klinische Assistenzzeit in der Schweiz mit begleitenden Studien am Schweizerischen Chiropraktik-Institut SCI und ein Spitalpraktikum. Ab 2008 kann man an der medizinischen Fakultät der Universität Zürich am neuen Lehrstuhl für Chiropraktik studieren. Wie viele Praktizierende gibt es in der Schweiz? 270. Werden die Therapien von den Krankenkassen bezahlt? Ja, ohne Überweisung anderer Medizinalpersonen. |