| 1. | Die Schmerzmittel sollen Schmerzen reduzieren und die Lebensqualität verbessern. |
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| 2. | Bei guter Wirkung können gewisse Nebenwirkungen in Kauf genommen werden. | Besprechen Sie alle Nebenwirkungen offen mit Ihrem Arzt. Nur wenn Sie offen über Nebenwirkungen berichten, kann die Medikation Ihren Bedürfnissen angepasst und Ihre Lebensqualität verbessert werden.
Es gibt kein Medikament ohne Nebenwirkung - aber ohne adäquate Schmerztherapie kommt es zur Chronifizierung.
Eine undifferenzierte Medikamenteneinnahme kann sich ungünstig auf die Behandlung auswirken. |
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| 3. | Vereinbaren Sie mit Ihrem Arzt ein realistisches Behandlungsziel. | Bei chronischen Schmerzen ist eine Schmerzreduktion um die Hälfte ein erreichbares Ziel. |
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| 4. | Ihr behandelnder Arzt muss alle Ihre Medikamente kennen. | ...auch die Einnahme von nicht-ärztlich verordneten Medikamenten (rezeptfreie Präparate, Naturheilmittel, Hausmittelchen etc.). Nur so können ungünstige Wechselwirkungen im Voraus erkannt werden. |
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| 5. | Begleiterkrankungen und Allergien müssen bekannt sein. | ...damit Ihr Arzt für Sie optimal verträgliche Medikamente auswählt. |
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| 6. | Halten Sie die Dosierungen und Einnahmeintervalle ein. | Einige Medikamente wirken nur bei ausreichender Dosierung.
Bei Dauerschmerzen werden retardierte Präparate abgegeben. Der Wirkstoff wird langsam über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel über einen halben Tag, freigesetzt. Diese Tabletten sollten dann alle 12 Stunden eingenommen werden.
Für Durchbruchschmerzen wird zusätzlich eine Reservemedikation abgeben: Diese können Sie ohne festes Zeitschema in Abhängigkeit von Ihrer Schmerzintensität einnehmen. Solche Mittel wirken schnell, aber nur kurz.
War eine Verordnung nicht verständlich für Sie, fragen Sie noch einmal genau nach und lassen Sie sich ein schriftliches Verordnungsschema ausdrucken.
Besprechen Sie jede Dosierungsänderung oder ein Absetzen der Medikation mit Ihrem Arzt. |
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| 7. | Besprechen Sie Ängste und Vorurteile gegen Schmerzmittel offen mit Ihrem Arzt. | Vor bestimmten Substanzklassen bestehen unbegründete Ängste - unter Umständen ist aber genau eine solche Substanz ideal gegen Ihre Schmerzen. Vertrauen Sie dem Urteil des Spezialisten. |
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| 8. | Schmerzmittel müssen der Schmerzstärke angepasst werden. | Starke Schmerzen benötigen auch starke Schmerzmittel. Das können beispielsweise die Opiate sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dazu internationale Empfehlungen abgegeben. |
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| 9. | Schmerzmittel müssen dem Patienten angepasst werden. | Die Wirkung und die Verträglichkeit sind individuell verschieden - jeder Patient reagiert anders.
Die Opiate müssen individuell dosiert werden - jeder Patient benötigt seine ganz individuelle Dosierung. |
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| 10. | Schmerzmittel müssen der Schmerzart angepasst werden. | Rheumatische Beschwerden und akute Schmerzen reagieren gut auf Nicht-Steroidale Antirheumatika (NSAR).
Nervenschmerzen reagieren dagegen besser auf Opiate und Co-Analgetika.
Chronische Schmerzen reagieren anders als akute Schmerzen auf Medikamente. |
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| 11. | Schmerzmittel müssen der Schmerzdauer angepasst werden. | Bestimmte Medikamente sind als Dauermedikation geeignet - andere können zu Organschäden führen. Ihr Arzt berät Sie. |
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| 12. | Für die Therapie chronischer Schmerzen gelten besondere Regeln. | Nicht alle Medikamente, die bei akuten Schmerzen wirken, helfen auch bei chronischen Schmerzen.
Bei chronischen Schmerzen werden Co-Analgetika eingesetzt, die bei akuten Schmerzen nicht wirken. Dies können Antidepressiva oder Antiepileptika sein. Sie sind häufig nicht als Schmerzmittel gekennzeichnet, werden aber trotzdem gezielt gegen chronische Schmerzen eingesetzt. |
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| 13. | Schmerztherapie braucht Geduld - vom Patienten und vom Arzt. | Co-Analgetika wie Antidepressiva oder Antiepileptika wirken nicht sofort. Die Medikamente müssen langsam gesteigert werden und wirken erst, wenn eine bestimmte Wirkdosis erreicht ist.
Niemand kann vorhersagen, welches Medikament Ihnen helfen wird. Auf dem Weg zu Ihrer optimalen Pharmakotherapie können also auch nicht wirksame oder nicht verträgliche Medikamente liegen. |
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| 14. | Bei komplexen medikamentösen Behandlungen wird Ihr Hausarzt einen Schmerzspezialisten hinzuziehen. | Das ist richtig und vernünftig: Die moderne Schmerztherapie erfordert spezialisiertes Fachwissen und besondere Erfahrung.
Auch der Schmerzspezialist arbeitet im Netzwerk der beteiligten Ärzte zum Nutzen des Patienten |
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| 15. | Jeder Patient hat das Recht auf gute Schmerzbehandlung unabhängig von Alter, Ethnie oder sozialem Status. | Alter ist kein Schmerzmittel - viele ältere Patienten leiden an Schmerzen, sie werden aber nicht immer ausreichend gegen ihre Schmerzen behandelt. |