Rauchstopp / Rauchen schadet
Rauchstopp / Rauchen schadet
Fragen & Antworten zum Thema Rauchstopp

Sendung vom 7. April 2009
Yvonne, 40: Ich will nun mit dem Rauchen aufhören, weiss aber nicht richtig wie. Es gibt doch diese Raucherpille. Wie wirkt die genau?
Dr. Otto Brändli, Lungenspezialist, Präsident der Lungenliga Zürich: Für einen erfolgreichen Rauchstopp braucht es grosse Unterstützung durch die Familie und Freunden und die Wahl eines günstigen Zeitpunkts. Gegen die körperlichen Entzugssymptome helfen Nikotinersatzprodukte zum Beispiel in Kaugummi- oder Tablettenform. Wenn Sie es nicht von alleine schaffen oder wieder rückfällig werden, kann Ihnen der Arzt auch spezielle Medikamente (Zyban oder Champix) für die schwierigen ersten Monate verschreiben. Diese lindern die Unlustgefühle und die Niedergeschlagenheit unmittelbar nach dem Aufhören, ähnlich wie Antidepressiva. Sie vermindern zudem das Verlangen nach der Zigarette und erhöhen so die Chancen auf einen Erfolg. Probieren Sie es doch einmal selber einfach eine Rauchpause zu machen. Das soeben erschienene Aufhörbuch «Rauchpause» von Frau Maya Storch hilft Ihnen dabei.

Anna, 50: Wie kann ich der Ersatzhandlung «Fresslust» (wildes Durcheinander) beim Rauchstopp entgegenwirken?
Dr. Otto Brändli:Ein positiver Nebeneffekt des Rauchstopps ist eben, dass das Essen wieder besser schmeckt! Leider verbrennt der Körper ohne den Zigarettenrauch auch weniger Kalorien, so dass das Gewicht zunehmen kann. Und zudem fehlt einem die bei täglich 20 gerauchten Zigaretten die über 70‘000 mal im Jahr eingeübte Handbewegung mit der Zigarette zum Mund!
Deshalb muss etwas Kalorienarmes in den Mund genommen werden, zum Beispiel eine Karotte oder ein Glas kühles Wasser statt Schokolade. Und es müssen andere «Belohnungen» ausgedacht werden: Ferien planen mit dem eingesparten Geld, ein Spaziergang im Freien etc.

Mario, 68: Was denken Sie über eine Rauchstoppbehandlung durch Hypnose, angewendet durch einen Arzt?
Dr. Otto Brändli: Alles was hilft, mit Rauchen aufzuhören, ist gut, auch Hypnose. Allerdings gibt es darüber keine wissenschaftlichen Daten. Wenn die Hypnose von einem Arzt durchgeführt wird, kann er gleichzeitig weitere Ratschläge erteilen und Alternativen aufzeigen. Denn Sie sollten auf keinen Fall beim ersten Misserfolg aufgeben, sondern es mit einer anderen Methode wieder versuchen. Die meisten Raucher schaffen es zwar von alleine aufzuhören, allerdings oft erst nach drei bis vier Anläufen. Suchen Sie die für Sie geeignetste Aufhörmethode unter http://www.lungenliga-zh.ch/fragebogen/.... Nicht Nachlassen gewinnt!

Monika, 48: ich konnte von einem Tag auf den andern aufhören mit Rauchen. Nun meine Frage: Nimmt man automatisch zu, weil man kein Nikotin mehr zu sich nimmt? Ich esse nicht mehr als vorher, und Sport mache ich auch. Ich würde nur aus diesem Grund wieder anfangen! Wüssten sie mir vielleicht einen Rat?
Dr. Otto Brändli: Bravo, dass Sie das geschafft haben! Leider beträgt die Gewichtszunahme nach Rauchstopp bis zu 4 kg. Wahrscheinlich sind die Raucher «leicht untergewichtig» und erreichen nach dem Stopp wieder ihr «normales» Gewicht. Aber aufgepasst: Falls es mehr wird, müssen die Essensgewohnheiten umgestellt werden und müssen Sie sich mehr bewegen. Mit der «Raucherpille» scheint die Gewichtszunahme geringer zu sein. Sonst muss eine Ernährungsberaterin oder eine Fitnessinstruktorin Ihnen helfen. In etwa einem Jahr sollte Ihr Gewicht wieder wie früher sein.

Denise, 46: Vor über einem Jahr habe ich erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört. Es geht mir blendend. Ich habe lediglich ein Problem: Seither habe ich ca. 7 kg zugenommen (163 cm, ca. 70 kg). Ich habe aber weder Hungergefühle noch «Fressattacken», noch Lust auf Süsses. Ich esse wie früher und trinke zum Essen/Apéro auch Wein. Gibt es eine Möglichkeit, diese unliebsamen Kilos wieder loszuwerden? Bin leider etwas sportfaul und habe eine sitzende Tätigkeit.
Dr. Otto Brändli: Mit dem Rauchstopp haben Sie bereits etwas sehr wichtiges für Ihre Gesundheit getan. Doch 7 kg sind zu viel: Wenn Sie versuchsweise auf Wein verzichten (ein Glas (2 dl) Wein enthält über 150 Kalorien!) und dafür Wasser trinken, könnten Sie es in einem Jahr schon schaffen wieder abzunehmen. Oder halt doch mehr körperliche Bewegung, zu Fuss gehen, Treppen steigen etc. Ein Medikament zum Abnehmen gibt es leider noch nicht. Und von Fettabsaugen würde ich Ihnen abraten.

Rodolfo, 61: Ich war an einem Kurs und konnte danach einen Monat lang mit dem Rauchen aufhören. Aber plötzlich hat mein Körper reagiert, und ich musste zum Arzt: Depressiv, Gedächtnisstörungen und Lungenentzündung. Der Arzt hat mir erlaubt, wieder einigen Zigaretten am Tag zu rauchen. Ich rauche jetzt viel weniger als vorher (30 Stück vor dem Rauchstopp, jetzt 10), und mir geht es wieder prima. Und nach einer TAC sind meine Lungen wieder in Ordnung. Weshalb diese Reaktion?
Dr. Otto Brändli: Nach dem Rauchstopp erholt sich die Durchblutung Ihres Körpers sofort und verschwindet der Raucherhusten in der Regel innert Wochen. Selten bleibt eine Bronchitis hartnäckig länger bestehen, bis aller Teer ausgehustet ist. Dies scheint bei Ihnen als starkem Raucher der Fall zu sein. Nach dem Wegfall der stimulierenden Wirkung des Nikotins kommen depressive Verstimmungen vor und sollten vorübergehend mit Medikamenten wie Zyban oder Champix und/oder mit Nikotinersatz behandelt werden.
Auf keinen Fall aber würden wir raten wieder zu rauchen! Auch wenn Sie sich jetzt prima fühlen und auch wenn das Computertomogramm im Moment keinen Raucherkrebs zeigt, gehen Sie ein viel zu hohes Risiko ein. Die 10 Zigaretten pro Tag verkürzen Ihre Lebenserwartung um Jahre. Sie müssen unbedingt nochmals versuchen aufzuhören und sich dabei vom Arzt Medikamente gegen die Entzugserscheinungen verschreiben lassen. Aufzuhören lohnt sich in jedem Alter!

Sendung vom 8. April 2007
Michael, 39: Wie heisst dieses neue Medikament gegen das Rauchen?
Dr. Karl Klingler, FMH Innere Medizin und Lungenkrankheiten, LungenZentrum Hirslanden: Der Wirkstoff heisst Varenicline, das Medikament in Europa «Champix», in den USA «Chantix».

Madeleine, 36: Diese neue Pille, die Frau Ringier nimmt zum Aufhören mit dem Rauchen, wo kann ich diese kaufen oder bekomme ich die Pille nur auf Rezept?
Dr. Karl Klingler: Champix ist rezeptpflichtig und sollte im Zusammenhang mit einer verhaltenstherapeutischen Hilfe durch Ihren Hausarzt angewendet werden.

Filiz, 28: Wann ist die Raucherpille in der Schweiz erhältlich?
Dr. Karl Klingler: Champix wurde Mitte Februar 2007 in der Schweiz eingeführt und ist rezeptpflichtig. Ihr Hausarzt wird Sie durch den Rauchstopp führen und Ihnen das Medikament verschreiben.

Jörg, 66: Abgewöhnen mit Pflaster... mit Medikamenten - ist doch alles Humbug!!! Ich habe über 40 Jahre geraucht. Die letzen 10 Jahre ca. 4 Pakete am Tag. Irgendwann hatte ich genug weil ich immer wie mehr Mühe hatte mit Atemluft! Da kam der Moment (5.03.2006) wo ich von einem Moment auf den anderen aufhörte. Es ist schlussendlich nur eine Willenssache... wenns oben im Hirn klick macht dann ist der Moment des Aufhörens da! Hoffentlich werde ich nicht rückfällig, denn ich hatte nicht mal Entzugserscheinungen.
Dr. Karl Klingler: Gratuliere zu Ihrem Erfolg! Leider schaffen es nur 2 von 100 Rauchern/-innen spontan aus eigener Willenskraft aufzuhören und auch noch nach einem Jahr rauchfrei zu sein. Die Unterstützung durch Ihren Hausarzt, ergänzt durch eine medikamentöse Therapie erhöht Ihre Chancen, bleibend Nichtraucher/-in zu bleiben, auf 25 bis 40 Prozent.

Hans, 35: Ist das vorgestellte Medikament verwandt mit Zyban? Ich habe schon einmal mit Zyban versucht mit dem Rauchen aufzuhören, musste das Medikament aber leider wegen den Nebenwirkungen (Herzrasen) absetzen. Ich würde so gerne endlich mit dem Rauchen aufhören können!
Dr. Karl Klingler: Der Wirkstoff von Champix ist nicht verwandt mit dem Wirkstoff von Zyban. Der bisherige Einsatz von Champix zeigt, dass das Nebenwirkungsprofil günstiger ist als das von Zyban. Setzen Sie sich mit Ihrem Hausarzt in Verbindung, es gibt keine Einschränkung in der Anwendung von Champix, falls vorgängig Zyban wegen Nebenwirkungen abgesetzt werden musste.

Bandido, 37: Was halten Sie von der sogenannten Kräuterzigaretten-Methode? D.h. Rauchen von Zigaretten OHNE Nikotin, um davon wegzukommen.
Dr. Karl Klingler: Es gibt unzählige alternative Methoden zum Rauchstopp. Leider fehlt allen diesen Methoden der Wirksamkeitsnachweis aus wissenschaftlicher Sicht. Bei einzelnen Rauchern können Suggestivmethoden (zB. Handauflegen, Hypnose, etc.) aber durchaus erfolgreich sein.

Michael, 23: Ich nehme seit längerem die beiden Antidepressiva Efexor und Remeron, und dies mit grossem Erfolg. Führt die Einnahme von Champix zusammen mit den Antidepressiva zu Komplikationen, oder sind Unverträglichkeiten dazu dokumentiert?
Dr. Karl Klingler: Im Gegensatz zu Zyban, darf Champix auch mit allen Antidepressiva kombiniert werden. Da aber Nikotin ebenfalls eine antidepressive Wirkung hat und bei etwa 20 bis 30 Prozent der Raucher/-innen unbewusst als «antidepressive» Therapie eingesetzt wird, können sich bei Ihnen die Symptome der Depression nach dem Rauchstopp verstärken, weshalb unter Umständen eine Anpassung der antidepressiven Medikamente erfolgen muss. Ich empfehle Ihnen eine regelmässig engmaschige Begleitung durch Ihren Hausarzt oder Ihren Psychiater.

Doris, 40: Darf man das neue Rauchstopp-Medikament auch als MS-Patient einnehmen?
Dr. Karl Klingler: Es gibt bisher keinen medizinischen Studien bei MS-Patienten. Bitte besprechen Sie die Einnahme von Champix vorgängig mit Ihrem betreuenden Neurologen.

Morena, 35: Wie kann ich aufhören zu rauchen ohne massiv zuzunehmen? Bei meinem letzten Versuch hatte ich 10 Kilos zugenommen und deshalb wieder angefangen zu rauchen.
Dr. Karl Klingler: Die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp findet in den ersten 6 Monaten statt. Nikotin greift in den Stoffwechsel ein und verbessert die Verbrennung um ca. 10 Prozent, gleichzeitig wirkt Nikotin appetithemmend. Ein Teil der Raucher/-innen versucht durch den Wegfall des Belohnungsgefühls im Hirn, das durch Süssigkeiten zu kompensieren. Zucker löst ein schwächeres aber ähnliches Belohnungsgefühl aus. Man sollte deshalb besonders die ersten 6 Monate nach dem Rauchstopp die Zufuhr bremsen (z.B. -5 Prozent Essen, bewusster Essen) und die Verbennung fördern (+5 Prozent Bewegung/Sport z.B. eine Tramhaltestelle vorher aussteigen, nicht den Lift benutzen etc.)

Ursula, 65: Habe vor 15 Jahren mit Nikotinpflaster aufgehört zu Rauchen (ca. 40 Stk. täglich). Habe in dieser Zeit nun 30 Kilo zugenommen, ich bin nun «süchtig» auf Schoggi und Chrömli. Hatte 2002 eine Bypass-Operation. Möchte unbedingt abnehmen - es sollte eine Pille gegen die Schoggisucht geben!
Dr. Karl Klingler: Zunächst möchte ich Ihnen gratulieren, dass Sie einen erfolgreichen Rauchstopp hinter sich gebracht haben. Damit Sie auch Ihre Ernährung wieder in den Griff bekommen, rate ich Ihnen eines der spezialisierten Stoffwechsel-Zentren aufzusuchen und sich umfassen abklären und beraten zu lassen. Schokolade löst im Belohnungszentrum des Hirns (limbisches System) bei vielen Menschen ein ähnliches Gefühl wie das Rauchen aus.

Heidi, 54: Ist Zigarren rauchen ebenso schädlich wie Zigaretten rauchen?
Dr. Karl Klingler: Zigarren rauchen ist ebenfalls gesundheitsschädigend. Da der Rauch einer Zigarre normalerweise nicht inhaliert wird - Ausnahmen gibt es immer -, entstehen die Schädigungen vorwiegend in der Mundhöhle: Paradonditis, Ausfall der Zähne, chronische Sinusitis, Mundhöhlenkrebs, Kehlkopfkrebs und viele andere Krebsarten durch die Feinstaubbelastung vom Zigarrenrauch und die Aufnahme ins Blut. Von der gesundheitsschädigenden Wirkung her gesehen entspricht eine Zigarre etwa 5 Zigaretten.

Roland, 30: Ich überlege mir auch aufzuhören zu rauchen, aber mein Problem ist: Wenn man aufhört nimmt man relativ viel Gewicht zu, und ich denke dass das nicht so gut ist in meiner Situation - oder sehe ich das falsch?
Dr. Karl Klingler: Im Durchschnitt nehmen Frauen nach dem Rauchstopp 4 bis 5 Kilo zu, Männer 2 bis 3 Kilo. Rein aus medizinischen Überlegungen ist die gesundheitliche Gefährdung durch diese Gewichtszunahme deutlich geringer, als regelmässig zu rauchen. Jeder hat aber seine eigenen ästhetischen Vorstellungen, weshalb man die Gewichtszunahme nicht zulassen sollte. Also Verbrennung fördern (Sport) und Zufuhr drosseln (bewusster Essen).

Roger, 49: An wen muss ich mich wenden, wenn ich mit Hilfe der «Wunderpille» das Rauchen aufgeben will? Kann mir der Hausarzt weiterhelfen oder muss ich zu einem Lungenspezialisten?
Dr. Karl Klingler: Der Hausarzt kann Ihnen sicherlich weiterhelfen. Falls Ihr Hausarzt sich auf anderen Gebieten spezialisiert hat, können Sie sich auch an spezialisierte Zentren, wie z.B. unser RauchstoppZentrum im LungenZentrum Hirslanden wenden.

Marc, 30: Ich habe mehrere Male und bis zu zwei Jahren aufgehört zu rauchen. Was kann ich gegen die Ungeduld und zum Teil auch Aggressivität tun, die bei mir nach zwei, drei Tagen Nichtrauchen auftritt. Viele sagen mir ich sei angenehmer wenn ich rauche!
Dr. Karl Klingler: Nikotin ist bekanntlich keine körpereigene Substanz, weshalb ich überzeugt bin, dass jeder Mensch nikotinfrei leben kann. Da Nikotin jedoch eine gewisse entspannende Wirkung ausübt, sollten Sie in der akuten Phase für die ersten 3 Monate eine medikamentöse Unterstützung beanspruchen. Mittelfristig sollten Sie Mechanismen entwickeln (Verhaltensänderung), welche Ihnen eine ausgleichende Wirkung vermitteln. Ich empfehle das Erlernen von z.B. Joga, autogenes Training, regelmässiger Sport, intensives Hobby, etc.

Jürg, 60: ich habe das empfohlene Medikament Champix 0,5 mg eingenommen, seit Mitte März, keine Wirkung! (Habe schwere COPD)
Dr. Karl Klingler: Die Einnahme von Champix geht normalerweise nach folgendem Schema:
- Tag 1 bis 3: 1x 0,5 mg (1x morgens),
- Tag 4 bis 7: 2x 0,5 mg (1x morgens und 1x abends)
- ab 8. Tag: 2x 1,0 mg (1x morgens und 1x abends)
Die Tablette alleine ohne eigenen Willen, ohne eine intensive regelmässige verhaltenstherapeutische Unterstützung wirkt nicht im gleichen Masse. Diese Tablette ist keine «Wunderpille», die nach dem Schlucken alle Rauchautomatismen löst. Sie müssen sich seriös auf einen Rauchstopp vorbereiten, z.B. mit unserem Programm zum Rauchstopp (grünes Büchlein in der Gesundheit Sprechstunde 07/2007 oder online auf www.gesundheitsprechstunde.ch/rauchstopp

Manuela, 39: Da ich schon immer eine nervöse Statur habe, ist's beim Rauchstopp (schon dreimal versucht) noch viel schlimmer, was dann meine Kinder büssen müssen, da ich alleinerziehend bin. Aber auch Traurigkeit und heulendes Elend erfasst mich. Was kann ich tun, dass diese Gemütszustände nicht so extrem oder gar nicht auftreten?
Dr. Karl Klingler: Nikotin ist eine psychoaktive Droge mit u.a. angstlösender und antidepressiver Wirkung. Mit dem Rauchen führen Sie eine Selbsttherapie dieser Gemütszustände durch. Bitte lassen Sie sich durch Ihren Hausarzt, einen Psychiater oder ein spezialisiertes Zentrum beraten, damit eben diese Situationen bei einem Entzug von Nikotin alternativ behandelt werden können. Zyban hat eine gute antidepressive Wirkung und kann in dieser Situation sehr nützlich sein.

Roger, 70: Als Nichtraucher seit 30 Jahren verkehre ich mit Kollegen die sehr stark rauchen. Ist das Risiko gross, an einer typischen Raucherkrankheit zu erkranken? Ich bewege mich sehr viel, bin auch täglich an der frischen Luft und treibe viel Sport.
Dr. Karl Klingler: Passivrauch tötet. In der Schweiz sterben 400 bis 1000 Personen jährlich an den Folgen des Passivrauchs. Ob jemand an den Folgen erkrankt, hängt nicht nur von der Dauer und Konzentration des Passivrauchs ab, individuelle Veranlagungen können auch bei geringer Exposition Krankheiten auslösen. Leider lässt sich die genetische Veranlagung nicht messen. Viel Bewegung und regelmässiger Sport sind sicher sinnvoll und schützen vor vielen Krankheiten. Diese können aber die individuelle Veranlagung an Passivrauchen zu erkranken nicht aufheben.
 
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