Rauchstopp / Rauchen schadet
Rauchstopp / Rauchen schadet
Woran scheitern 9 von 10 Rauchstoppversuchen?

Nichtraucher in 6 Tagen: Tag 1


Die Fakten sind klar und jedem Kind bekannt: Rauchen ist das grösste Gesundheitsrisiko überhaupt. Wer regelmässig raucht, verkürzt sein Leben um 8 bis 10 Jahre.

Die Aussichten für jemanden, der immer wieder zur Zigarette greift, sind brutal: Jeder zweite Raucher wird an seiner Sucht sterben. Die Liste der über 40 raucherbedingten Krankheiten ist der reinste Horror. Darunter finden sich z.B.: Das Wissen über die katastrophalen gesundheitlichen Folgen des Rauchens allein genügt offensichtlich nicht. «Rauchen ist keine Frage der Logik», meinte Léon Huber in der Gesundheit Sprechstunde auf SF zwei resigniert. Der ehemalige Nachrichtensprecher ist keine Ausnahme. Fast jeder zweite Raucher möchte seine Gewohnheit am liebsten aufgeben. Sogar Junge finden ihre Gewohnheit alles andere als cool. Sie bewerten ihre nicht rauchenden Altersgenossen als erfolgreicher, selbstsicherer und weniger aggressiv als sich selbst, wie eine Umfrage des Bundesamtes für Gesundheit zeigt.

Doch 9 von 10 Aufhörversuchen scheitern. Und in jenen Fällen, wo jemand den Ausstieg dennoch schafft, ist es oft schon zu spät. Der Raucher leidet bereits an Herz-Kreislauf-Problemen, chronischem Husten oder Durchblutungsstörungen.


Sucht und Gewohnheit: Ein Duo infernale
Das hat alles nichts mit fehlendem Willen oder gar schwachem Charakter zu tun, sondern mit dem riesigen Abhängigkeitspotential. «Nikotin hat eine suchterzeugende Wirkung wie harte Drogen», sagt Dr. Karl Klingler, Lungenfacharzt und langjähriger Spezialist in Sachen Raucherentwöhnung in Zürich. «Innerhalb von 7 bis 8 Sekunden erreicht das Nikotin das limbische System im Hirn, das Lustzentrum des Menschen. Durch die Stimulation von einem halben Dutzend Botenstoffen kommt es beim Raucher zu einer Fülle von seelischen Erregungen.»

Es ist aber nicht nur das Nikotin, das dem Raucher den Ausstieg verunmöglicht. Dr. Klingler: «Rauchen führt zu einem Konditionierungsverhalten.» Durch das ständige Wiederholen kommt es rasch zu einem Automatismus. Eine bestimmte Situation wie Telefonieren oder Kaffeetrinken reicht, und der Raucher greift automatisch wieder zur Zigarette.


Rauchstopp ohne Vorbereitung: Aussichtslos
Wer mit Rauchen aufhören will, muss seine Sucht überlisten. «Verhaltensänderung» nennen das die Fachleute. Seine verhängnisvolle Gewohnheit wird ein Raucher nur los, wenn er den Automatismus von auslösenden Situationen und Griff zur Zigarette durchbricht - indem er neue, taugliche Alternativen bereithält. Wenn solche Alternativen fehlen, stürzt er sofort wieder ins alte Verhaltensmuster.

Ein Rauchstopp steht oder fällt mit der Vorbereitung. Gesundheit Sprechstunde hilft Ihnen bei diesem Unterfangen und hat einen listigen Plan zusammengestellt. «In sechs Tagen Nichtraucher» lautet unser gemeinsames Ziel. Wenn Sie sich jeden Tag genau an das halten, was wir Ihnen vorschlagen, haben Sie sehr gute Chancen, den Ausstieg zu schaffen.
 
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