95 Prozent unserer Vorstellung von der Welt basiert auf visuellen Eindrücken. Ist unser Sehvermögen eingeschränkt oder fällt es gar völlig aus, hat das drastische Auswirkungen auf die Möglichkeiten, aktiv am Leben teilzunehmen. Das Auge darf mit Fug und Recht als wichtigstes und kostbarstes Sinnesorgan des Menschen gelten.
Ein Bruchteil einer Sekunde kann darüber entscheiden, ob wir normal sehen oder die Welt nur noch als einen trüben Schleier wahrnehmen. Augenverletzungen sind gefährlich und liessen sich oft genug vermeiden.
Kinder im Vorschulalter, die schlecht sehen, sollten so schnell wie möglich eine Brille tragen. Das zeigt eine Studie am Shiley-Augen-Zentrum an der Universität im amerikanischen San Diego.
Rund vier Millionen Menschen in der Schweiz fehlt der Durchblick. Sie benötigen eine Hilfe – sei es durch eine Brille, Kontaktlinsen oder mittels operativer Methoden wie Laser oder Implantate.
Der Physiker Dr. Marino Menozzi von der ETH Zürich ist Spezialist für das Thema Sehen. Er forscht nicht nur über den Einfluss des Computers auf unser Sehvermögen, sondern auch über die Verträglichkeit von Gleitsichtbrillen.
Forscher arbeiten weltweit an vier verschiedenen Systemen, um Blinde mittels Computertechnik sehend zu machen. Die Palette reicht vom Sehchip unter der Netzhaut bis hin zur Cyborg-Variante, die das Auge komplett umgeht.
Viele kennen das unangenehme Gefühl von Trockenheit in den Augen. Das sogenannte Sicca-Syndrom kann ganz unterschiedliche Ursachen haben und kann auf vielfältige Weise behandelt werden.
Alterserscheinungen machen sich oft zuerst rund um die Augen bemerkbar. Verliert das Gewebe seine Elastizität, entstehen Schlupflider. Und die können nicht nur ständig müdes Aussehen zur Folge haben, sondern auch Kopfschmerzen.
Die Alterssichtigkeit kann man korrigieren. Dazu eignen sich nebst Brillen und Linsen auch sogenannte multifokale Implantate oder die Monovision.